Hannover - In der Metall- und Elektroindustrie können Zeitarbeiter nach einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ) künftig bis zu vier Jahre beschäftigt werden. Das ist deutlich länger als die seit Anfang April gesetzlich gültige Höchstdauer von 18 Monaten. Darauf hätten sich die IG Metall und Arbeitgeber geeinigt.
Die Gewerkschaft sieht die Höchstregelung aber als Ausnahme. IG-Metall-Vorstandsmitglied Juan-Carlos Rio Antas betonte: „Das ist aber nur möglich, wenn die Arbeitnehmervertreter dem freiwillig zustimmen.“ Die Arbeitgeber zeigten sich zufrieden. „Zeitarbeit hilft unseren Unternehmen, flexibel auf Auftragsspitzen reagieren zu können“, sagte Niedersachsen-Metall-Chef Volker Schmidt der HAZ.
Am 1. April war ein neues Gesetz in Kraft getreten, nach dem Leiharbeitnehmer höchstens 18 Monate lang einem anderen Betrieb überlassen werden können. Dann müssen sie abgezogen oder übernommen werden.
