ZETEL - Eine Baumschutzsatzung will die Gemeinde Zetel nicht, aber ein Baumkataster. Diese Dokumentation war nun Gegenstand einer Beratung im Umwelt- und Planungsausschuss der Gemeinde Zetel. 995 öffentliche und private Bäume in Zetel und Neuenburg hat der Sachverständige Dr. Tim Rosskamp erfasst, neben der Auflistung der orts- und landschaftsbildprägenden Bäume sind unter anderem auch Eigentümer, Zustand der Bäume und deren Größe aufgelistet.
Die Dokumentation, so heißt es im Beschlussvorschlag, bilde zunächst eine Arbeitsgrundlage für die Verwaltung, um im Einzelfall die Schutzwürdigkeit besser beurteilen zu können. Der Schutz und die Erhaltung der privaten Bäume könne aber, weil eine Baumschutzsatzung weder vorhanden noch gewollt sei, nur mit dem Einverständnis der Eigentümer erfolgen. „Aus diesem Grunde sollten alle Eigentümer der insgesamt 995 erfassten Bäume darüber aufgeklärt werden, dass der beschriebene Baum eine besondere Bedeutung für das Ortsbild und damit für die Allgemeinheit hat“, heißt es weiter. Alle Eigentümer sollen, vorbehaltlich der Zustimmung des Rates, informiert werden. „In dem Schreiben sollte ausdrücklich daran appelliert werden, vor größeren Einschnitten oder gar der Entfernung des Baumes, zunächst das Gespräch mit der Verwaltung zu suchen“, wird betont. Seitens der Gemeinde könne Hilfestellung bei der Pflege der Bäume angeboten werden. Nach Auskunft von Bürgermeister Heiner Lauxtermann wird aber auch daran gedacht, fachkundige, ehrenamtliche Kräfte einzubinden. Während es in dem Beschlussvorschlag heißt, dass eine finanzielle Unterstützung ausgeschlossen ist, votierte CDU-Ratsherr Jürn Müller dafür, dass von Fall zu Fall zu entscheiden. Lauxtermann: „Wir seitens der Verwaltung hätten grundsätzlich kein Problem damit, diesen Passus zu entschärfen.“ Auch wollte Müller, dass das Kataster regelmäßig fortgeschrieben wird, was ebenfalls geschehen soll. Der Ausschuss stimmte dem vorgesehenen Baumkataster zu, das nun noch den Verwaltungsausschuss und den Rat passieren muss.
