ZETEL - Wenn es Fisch gibt, dann wissen die Bewohner, dass Freitag ist, und der Schweinebraten steht natürlich für den Sonntag. Die beiden Köchinnen Jenny Bruns und Nadine Wilksen wissen das natürlich und sorgen für die entsprechenden Strukturen. „Montags steht auf dem Speiseplan Hefekloß mit Vanillesoße und Obstsalat oder Geschnetzeltes mit Möhrengemüse, Salzkartoffeln und Cremespeise. Dienstags ist Eintopftag mit zwei verschiedenen Menüs. Mittwochs gibt es frischen Spargel aus der Region. Und so geht es den Rest der Woche weiter“, berichtet Heimleiterin Maria Bockhorst-Wimberg.

Drei Dinge gab es allerdings in den vergangenen Wochen EHEC-bedingt nicht: frische Salate, Gurken und Tomaten. Die hygienischen Vorgaben in der Anfang des Jahres sanierten Küche wurden nochmals verstärkt. Die Hauswirtschaftliche Leiterin, Mariechen Stadtlander, hat aufgrund heimischer Produkte – unter anderem direkt aus Zetel – inzwischen wieder Vertrauen in Gurken und Tomaten. Oft fuhr sie in den vergangenen Wochen selbst nach Altjührden, um frischen Spargel zu holen. Viele dieser Produkte werden in den Stationsküchen gemeinsam mit den Bewohnern zubereitet.

„Das Konzept, dass in den Wohnbereichen, insbesondere mit an Demenz erkrankten Bewohnern gekocht und gebraten wird, führt zu einer hohen Zufriedenheit von Mitarbeiterinnen und Heimbewohnern. Ein Konzept, das sehr personalintensiv ist und somit hohe Kosten verursacht, aber die Qualität der Einrichtung verstärkt“, erklärt Maria Bockhorst-Wimberg. Eine Einschätzung, die die Vorsitzende des Heimbeirates, Frieda Jeske, befürwortet. Sie kann auch über die Qualität der Heimverpflegung nur Gutes berichten.

Ab 10 Uhr wird Tag für Tag in der Großküche gekocht. Rund 100 Essen gehen täglich für Bewohner und Gäste heraus, denn auch Senioren aus dem Ort können selbstverständlich von dem Angebot des St. Martins-Heimes Gebrauch machen. Nähere Informationen darüber erteilt gerne Mariechen Stadlander.

Am kommenden Dienstag steht für die Heimbewohner übrigens ein ganz besonderes Ereignis auf dem Programm: Ein Spaziergang zum Naturfreundehaus in Zetel. Dort gibt es dann bei einem gemütlichen Beisammensein Kaffee und Kuchen.