ZETEL - Es waren zwar nur wenige Vertreter der Gemeinde Zetel der Einladung des St. Martins-Heimes gefolgt, sie aber erlebten am Mittwoch unter der Regie der Heimleiterin Maria Bockhorst-Wimberg nicht nur eine ausführliche Führung durch das Haus, sondern wurden auch über Konzepte und eine neue Demenzstation informiert. „In den letzten Jahren ist es zu einer grundlegenden Veränderung der Bewohnerstruktur in den Altenheimen gekommen. Waren es bei Gründung des St. Martins-Heims ältere Menschen, die betreut wurden, so steht nunmehr die Pflege im Vordergrund. Von 68 Bewohnern sind 18 in Pflegestufe 1, 27 in Pflegestufe 2 und 24 in Pflegestufe 3“, berichtete Maria Bockhorst-Wimberg.
Für die Vorstandsmitglieder des Diakonischen Werkes mit Heinrich Kruse und Herbert Oltmanns Grund genug, sich über eine Demenzstation Gedanken zu machen. Wie Kruse erklärte, spendeten die Eheleute Wilma und Benno Börjes dem St. Martins-Heim eine großzügige Summe, um damit in die Renovierung und Erweiterung des Hauses zu investieren. „Damit waren wir in die Lage versetzt, für die immer größer werdende Gruppe der auch an einer Demenz erkrankten Bewohner eine Station den besonderen Bedürfnissen entsprechend umzubauen“, erläuterte Kruse.
Um dieses Ziel zu erreichen wurden rund 200 000 Euro in bauliche Maßnahmen investiert – zwei Räume wurden zusammengelegt – und circa 56 000 Euro in notwendige Einrichtungen, wie die neue Küche. „Hier kann unter Anleitung zusätzlicher Betreuungskräfte eine aktivierende Pflege durchgeführt werden, bei der die Bewohner ihnen bekannte Tätigkeiten wieder aufnehmen. Entsprechend ihrer Fähigkeiten decken sie selber den Tisch, kochen unter Anleitung das Mittagessen oder helfen zumindest dabei“, freut sich Maria Bockhorst-Wimberg auf die künftigen Möglichkeiten im St. Martins-Heim.
Am kommenden Mittwoch, 13. Mai, 17 Uhr, soll die neue Station mit den Bewohnern, ihren Angehörigen und den teilhabenden Firmen eingeweiht werden.
Schon seit jahren zu 100 prozent ausgelastet
Das St. Martins-Heim
wurde 1976 eröffnet. Es verfügt über 25 Einzel- und 21 Doppelzimmer. Es ermöglicht verschiedene Wohn-und Betreuungsformen und bietet die Pflege in den Stufen 1, 2 und 3 an. 50 Mitarbeiterinnen sowie rund 30 ehrenamtlich Tätige kümmern sich um die Bewohner. Die Pflegeeinrichtung bietet Platz für 68 Bewohner, angestrebt werden 73 Betten. Das Haus ist seit Jahren zu hundert Prozent ausgelastet.Die Appartements und Einraumwohnungen sind bis zu 34 Quadratmeter groß und mit Terrasse oder Balkon ausgestattet. Ebenfalls verfügt jede Einheit über ein Duschbad mit WC.
Überdies gibt es 20 Altenwohnungen, die zwischen 46 und 57 Quadratmeter groß sind. Für sie gibt es eine lange Warteliste. Jede Wohneinheit besteht aus Vorflur, Abstellraum, Küche, Bad und WC, Wohnzimmer, Schlafraum, Terrasse oder Balkon.
„Damit konnten wir die
Räume
entsprechend
umbauen“
Heinrich Kruse
