ZETEL - Die Gemeinde sieht keine Veranlassung, etwas zu verändern. Das Konzept sei so gewollt.
Von dagmar de levie
ZETEL - „Das ist eine Frechheit“, sagt Bernhard Schnabel, „bisher hatten wir ein Zehntel des Verkehrsaufkommens und jetzt müssen wir hundert Prozent in Kauf nehmen.“ Bernhard Schnabel wohnt am Zeteler Markthamm und ist erbost über die Poller, die in Höhe der Überquerung zum Extra-Markt aufgestellt wurden. Der Verkehr, dem bislang zwei alternative Straßenführungen zur Verfügung standen, wird dadurch nun in eine ganze bestimmte Richtung gelenkt – an dem Mietshaus vorbei, in dem Schnabel lebt.Genau das ist aber seitens der Gemeinde so gewollt, denn der Bereich um die Überquerung beim Extra-markt gehört zum höchstfrequentierten an der Neuenburger Straße und soll durch eine Fußgängerdruckampel sicherer gemacht werden, wie Ordnungsamtsleiter Olaf Oetken verdeutlichte. Hier solle der Begegnungsverkehr Fußgänger/Kraftfahrzeug vermieden werden. Einzige Ausnahme: Die Wochenmarktfahrzeuge dürfen über den Straßenabschnitt zu ihrem Standort beim Hankenhof gebracht werden.
Insgesamt, so Oetken, sei das Konzept so gewollt und im Rahmen der Bebauungsplanung auch öffentlich bekannt gemacht worden. Einwendungen dagegen habe es, zumindest bei ihm, nicht gegeben. Und auch die Bewohner der Mietshäuser am Markthamm hätten sich bei ihm bislang nicht über zu viel Verkehrslärm beschwert.
Diese Erfahrung bestätigt auch Erster Gemeinderat Bernd Hoinke. Keiner der übrigen Anwohner habe sich beklagt – „Das interessiert die Leute auch nicht.“ Außerdem handele es sich bei dem Bereich des Markthamms um eine Ortskernlage, bei der andere Werte in Kauf zu nehmen seien, als in reinen Wohngebieten.
kleine Marzipanfiguren begeistern die Kinder
Einen Backnachmittag veranstaltete Jugendpflegerin Ewa-Maria Ruta-Schwarte (rechts hinten) gestern gemeinsam mit der Konditorin Sonja Wefer im Zeteler Jugendzentrum. Unter sachkundiger Anleitung konnten Mädchen und Jungen Marzipanfiguren herstellen und durften sie anschließend auch mit nach Hause nehmen.Bild: dagmar de levie
