ZETEL - ZETEL - Mit der „Thermischen Verwertung von Klärschlamm“ befassten sich die Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses der Gemeinde Zetel in ihrer jüngsten Sitzung. Matthias Jasper von der E.ON Kraftwerke GmbH erläuterte Einzelheiten. Zwar sei die Verbrennung für seine Gesellschaft uninteressant – „Das bringt keinen Heizwert“ – aber die Politik habe gesagt, „kümmert Euch“, denn Klärschlamm gehöre nicht mehr in die Landwirtschaft. Vielmehr müssten seine Schadstoffe vernichtet werden.
Dass Landwirte heute allenfalls noch vereinzelt bereit sind, Klärschlamm abzunehmen, davon wusste Gemeindedirektor Heiner Lauxtermann ein Lied zu singen: „Ganz so einfach ist das nicht mehr, Klärschlamm an den Mann zu bringen. Wir werden ihn nicht los und wissen nicht, wohin damit.“ Und deshalb empfahl Jasper den „hervorragenden, sicheren Entsorgungsweg“ über das Kraftwerk Wilhelmshaven. E.ON biete einen Vertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren an, die Gemeinde müsse pro Tonne mit 50 Euro inklusive Transport an Kosten rechnen. Noch seien in Wilhelmshaven Kapazitäten frei, es sei aber fraglich, ob das auch in zwei Jahren noch der Fall sei, gab Jasper zu bedenken und betonte: „So günstig werden Sie es langfristig nie wieder bekommen.“
Wenn die Kapazitäten in Wilhelmshaven ausgeschöpft seien, könne die Entsorgung nur in einem 200 Kilometer entfernten Kraftwerk stattfinden, die Transportkosten für die Gemeinde würden damit natürlich deutlich höher ausfallen, sagte er.
Im Hinblick darauf, dass in Zetel rund 1000 Tonnen Klärschlamm jährlich anfallen, und die Entsorgungsprobleme immer gravierender werden, wollen sich die Ausschussmitglieder nun intensiv mit dem Vertragsangebot der E.ON Kraftwerke GmbH auseinander setzen.
