Ganderkesee - Bei der Suche nach der seit Mittwochabend vermissten Ajshe N. aus Ganderkesee gibt es offenbar ernst zu nehmende Hinweise auf einen möglichen Aufenthaltsort der 16-Jährigen. „Wir hoffen, dass wir wenigstens ein Lebenszeichen erhalten“, sagte Ajshes Stiefmutter Katja N. am Montag zur NWZ .
Bereits am Wochenende hatte ein erster, via Facebook übermittelter Hinweis die Eltern erreicht. Danach sei die Jugendliche in Begleitung einer weiteren Person am Hauptbahnhof Bremen gesehen worden. Die dabei geschilderten Umstände, so sagten die Eltern, würden zu einem weiteren, am Montag um 9.25 Uhr eingegangenen Hinweis passen. Dieser Hinweis führt nach Delmenhorst.
Zum Inhalt der bislang vorliegenden Aussagen von Zeugen wollte sich Polizeipressesprecherin Jennifer Koch nicht äußern. Es seien „ein paar“ Hinweise eingegangen, überwiegend über soziale Netzwerke, aber insgesamt nicht in der Fülle wie erhofft. Mehrere Kollegen seien mit dem Fall befasst.
Kritisch hinterfragt wurde am Montag aus Leserkreisen, warum die Polizei erst mehrere Tage nach dem Verschwinden der 16-Jährigen den Weg über die Öffentlichkeit beschritt. Dazu sagte Jennifer Koch, dass die Polizei üblicherweise zunächst Informationen über Hintergründe ermittele. So gehe man Hinweisen aus dem näheren Umfeld nach, führe Gespräche mit Familienangehörigen, Freunden. Ob und wenn ja wann die Öffentlichkeit eingeschaltet werde, sei von Fall zu Fall unterschiedlich.
Wie am Montag berichtet, hatte Ajshe am 28. Mai nach dem Besuch einer Freundin ihr bei der Gemeindebücherei abgestelltes Fahrrad abgeholt. Zuletzt war sie gegen 18.30 Uhr beim Lidl-Markt gesehen worden. Seither ist ihr Aufenthaltsort unbekannt.
Die Nordwest-Zeitung hatte parallel zur Veröffentlichung in der gedruckten Ausgabe auch über ihre Facebook-Seite aufgerufen, Hinweise zum Verbleib des Mädchens dringend der Polizei zu melden. Dieser Aufruf erreichte bis Montagabend 240 000 Menschen.
Sachdienliche Hinweise werden an die Polizei in Wildeshausen,
