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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Zügige Arbeit im trüben Wasser

26.07.2012

WILHELMSHAVEN Im trüben Wasser der Jade sind die Arbeitsbedingungen für Berufstaucher alles andere als optimal: „Wir haben hier unten nur 20 Zentimeter Sicht“, erzählte Ende Mai beim Besuch von Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode einer der Taucher an der Hauptkaje des Containerterminals. „Wichtig ist es deshalb, beim Tauchgang ruhig zu bleiben.“ Bei aller nötigen Ruhe: Offensichtlich haben die Männer in den vergangenen acht Wochen hoch konzentriert und zügig gearbeitet.

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten sind nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft (Arge) 178 Mitarbeiter beschäftigt gewesen. Hiervon allein 83 Taucher, die im Schichtbetrieb, zum Teil Tag und Nacht an sieben Tagen die Woche, für die temporäre Sicherung mittels Verplattung und Vergelung der Schlosssprengungen sowie Betonage und Kontrolle des Fertigteileinbaus eingesetzt waren.

Neben der Arge seien 16 weitere Unternehmen für Ausführungsplanung, Stahlbau und Stahllieferung, Nassbaggerung, Beton- und Monierbau, Betonfertigteillieferung sowie Taucharbeiten an den Sanierungsarbeiten beteiligt gewesen. Über die Ursache der Schlosssprengungen gibt es immer noch keine abschließenden Erkenntnisse.

Die Betonwand wurde auf einer Länge von 650 Metern am Fuß der Spundwand in einer Tiefe von 20 Meter unter Normalnull (NN) bis 11 Meter unter NN gesetzt. Mit Hilfe von Sonartechnik wurden 707 Fertigbetonteile in 138 Führungsträgern, die mit 414 Schellen an den Fenderpfählen montiert worden sind, eingebaut.

Die Sonargeräte sind an den Verlegeführungen, an Seilbaggern unter Wasser angebaut und senden von dort aus Schallwellen zur genauen Positionierung. Diese Arbeiten wurden von der Hubplattform „Interocean“ des Unternehmens Bunte ausgeführt. Der Zwischenraum zwischen Betonwand und der beschädigten Spundwand wurde mit 20 075 Kubikmeter Unterwasserbeton über drei Betonpumpen verfüllt.

„Für die Hauptkaje ist nachweislich eine Standzeit von mindestens 80 Jahren gewährleistet“, sagt JWP-R-Geschäftsführer Axel Kluth. „An den verbliebenen 725 Meter Kaje gen Norden laufen die Sanierungsarbeiten weiter.“

Für Minister Jörg Bode (FDP) ist die Bereitstellung der ersten 1000 Meter ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Inbetriebnahme des Hafens: „Dass wir mit der Sanierung sogar ein paar Tage vor dem Zeitplan liegen zeigt, wie hart alle Seiten daran arbeiten, den JWP zügig zum Erfolg zu führen.“

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