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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Zukunft der Geschäfte liegt auch im Netz

17.06.2016

Oldenburg Handgemalte Grafiken und Bilder unterstrichen den Impulsvortrag von Dr. Claudia Verstraete. Das war insofern kurios, da die Referentin des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) Oldenburg einen Fokus auf die digitale Welt legt. Das Spannungsfeld zwischen dem Konsum vor Ort und im Internet aus verschiedenen Perspektiven war Thema der Veranstaltung „1x1 der Wirtschaft“, die bereits zum 15. Mal vom IÖB ausgerichtete wurde.

Den 100 Besuchern, die ihre Eintrittskarten wie üblich meist bei der Verlosung der NWZ-Wirtschaftsredaktion gewonnen hatten, führt Verstraete am Donnerstagabend das sprunghafte Wachstum des Online-Handels in den vergangenen Jahren vor Augen. Eine Entwicklung, die traditionelle Händler unter Druck setzt, die man nach Ansicht von IÖB-Geschäftsführer Prof. Dr. Hans Kaminski nicht schwarz-weiß sehen sollte. „Die Zeit ist eben anders“, meint er mit Blick auf den Titel der Veranstaltung: Alles bleibt anders.

Dem kann sogar der Fürsprecher des stationären Handels, Friedrich-August Fisbeck, Vorsitzender des City-Management Oldenburg, zustimmen. „Das einzig beständige im Handel ist der Wandel“, habe er bereits im Studium gelernt. Der Verkaufsladen Internet ist für ihn ein zweischneidiges Schwert: Viele Online-Händler versuchten sich aus dem kommunalen Leben auszuklinken, Stichwort Steuerflucht. Auf der anderen Seite biete das Netz auch Chancen für die Geschäfte vor Ort, zum Beispiel, um seine Produkte auf diese Weise zu präsentieren.

Diese Entwicklung sieht auch Prof. Dr. Dirk von Schnakenburg von der Jade-Hochschule Wilhelmshaven voraus. „Jeder stationäre Händler wird künftig auch einen Webshop haben“, ist er überzeugt. Klassischen Geschäftsmodellen räumt er keine Zukunft ein. Stattdessen: Lieferung am selben Tag. Damit könne man sich vom Internethandel abheben.

Übringens bezeichnet der Wissenschaftler den Internetvorteil Verkaufspreis als Auslaufmodell. „Greifen Sie in den nächsten ein, zwei Jahren noch mal zu“, rät er dem Publikum, „die Party ist bald vorbei“. Die meisten Niedrigangebote seien Aktionspreise, habe man erforscht. Von Schnakenburg rechnet mit einer Angleichung bei vielen Produkten in naher Zukunft.

Auf niedrigen Preisen basiert das Geschäftsmodell des Internethändlers Brille24. Doch Geschäftsführer Johannes Korves ist auch ein wenig neidisch auf manche Vorteile der Händler in der Fußgängerzone. „Direkte Kommunikation mit dem Kunden kann man mit technischen Hilfen nicht ersetzen.“ Sein Unternehmen sucht derzeit die Kooperation mit Optikern. Der örtliche Händler geht ins Netz und andersherum – das scheint ein Modell für die Zukunft zu werden.

Dabei darf allerdings das Thema Sicherheit nicht außen vor bleiben, wie Oldenburgs Polizeipräsident Johann Kühme und Nils Troß, bei der Polizei zuständig für Internetkriminalität, ausführen. „Die Zahl der Delikte wird abnehmen, aber der Anteil der Kriminalität im Netz steigen“, prognostiziert Kühme. Troß rät daher zu einer gesunden Skepsis und Eigenverantwortung. Denn auf staatliche Regulierung dürfe man bei einem weltweiten Netz nicht setzen.

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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