Sandhatten - Schon seit längerem steht die Zukunft der Jugendherberge Sandhatten auf der Kippe: Entweder Sanierung und Modernisierung oder Verkauf, vor diesen Optionen stand das Jugendherbergwerk.
Noch im Januar hatte Herbergsvater Jürgen Koopmann auf Nachfrage der NWZ berichtet, die Saison 2013 sei wie üblich vorbereitet worden, 7000 Buchungen lägen vor. Nach wie vor, so sagte Koopmann damals im Gespräch mit der NWZ , stehe allerdings auch ein Verkauf der Jugendherberge zur Diskussion.
Inzwischen gibt es Anzeichen, die darauf hindeuten, dass die Waage sich tatsächlich deutlich in Richtung Verkauf geneigt hat. Nach NWZ -Informationen hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde in seiner jüngsten Sitzung über eine mögliche Änderung des Bebauungsplanes für das Gelände der Jugendherberge beraten.
Bürgermeisterin Elke Szepanski bestätigte auf Nachfrage, dass über die Jugendherberge und den Bebauungsplan gesprochen worden sei. Dieser sehe für das Gelände derzeit ausschließlich die Nutzung als Jugendherberge vor. Solle das Gebäude anders genutzt werden, müsse der Bebauungsplan geändert werden. Die Gemeinde sei damit für den Fall eines Verkaufs in einer recht komfortablen Situation und könne die künftige Nutzung mit beeinflussen.
Thorsten Richter, Geschäftsführer des Jugendherbergswerkes Unterweser-Ems, wollte auf Nachfrage der NWZ einen geplanten Verkauf weder bestätigen noch dementieren. „Es ist keine Entscheidungen zur Jugendherberge Sandhatten getroffen“, sagte er.
Bereits bevor Herbergsvater Jürgen Koopmann im Jahr 2002 in Sandhatten das Ruder übernahm, war die Herberge von der Schließung bedroht. Danach ging es eine ganz Zeit aufwärts, mit bis zu 13 000 Übernachtungen stand die Herberge gut da.
Inzwischen genügt die Ausstattung der relativ kleinen Herberge aber nicht mehr den modernen Standards, die Sanierungskosten wurden im Frühjahr 2012 auf ungefähr eine Million Euro geschätzt.
