München - Die Furcht vor einem Abwärtssog in der Weltwirtschaft macht sich auch in den deutschen Chefetagen breit. Zum Start ins Jahr fiel der Ifo-Geschäftsklimaindex überraschend deutlich von 108,6 Punkten im Dezember auf 107,3 Punkte im Januar. Das ist der tiefste Stand seit Februar 2015.

Viele Experten hatten mit einem weniger deutlichen Rückgang des Konjunkturbarometers gerechnet. „Die deutsche Wirtschaft blickt erschrocken ins neue Jahr“, sagte der scheidende Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Zukunftssorgen zeigten sich vor allem in der Industrie. Zwar profitiere die chemische Industrie vom niedrigen Ölpreis, doch machen die schlechten Exportaussichten beispielsweise dem Maschinen- und Fahrzeugbau zu schaffen, erklärte Sinn.