Hatterwüsting - „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“ Diesen Ausspruch machte der Nobelpreisträger und Physiker Albert Einstein schon 1949.
Damit das nicht Wirklichkeit wird und das Artensterben immer größere Ausmaße annimmt, wollten die Eltern des Kindergartens der Alten Dorfschule in Hatterwüsting mit ihren Kindern einen eigenen Beitrag leisten und den Insekten helfen zu überleben. So fiel der Entschluss, gemeinsam ein Insektenhotel zu bauen. Tanja Geerken und Sabine Hillen begeisterten mit dieser Idee nicht nur die Kinder, auch zahlreiche Eltern packten kräftig mit an und zimmerten das Gehäuse. Für die Unterkünfte der zukünftigen Bewohner waren die Kinder zuständig. So ging es in die nahen Osenberge, um neben Tannenzapfen und Baumrinde kleine Ästchen und Moose zu sammeln.
Nachdem die Väter den Rohbau erstellt hatten, wurden verschiedene Etagen eingerichtet und sogar mit Namen versehen. So entstand die Hummelpension, die Marienkäfer-Suite, Bereiche für die Florfliegen und Etablissements für Wespen, Ohrenkneifer und allerlei andere Insekten. Übergeben wurde das Insektenparadies während der Abschiedsfeier von 18 Mädchen und Jungen, die den Kindergarten verließen, um zukünftig die Schulbank zu drücken.
Kindergartenleiterin Gaby Arians und ihre Mitarbeiterinnen freuten sich mit allen Kindern über dieses Geschenk, das in der Außenanlage des Kindergartens einen würdigen Platz erhielt.
