Bösel - Die Bahnhofstraße in Bösel ist in keinem guten Zustand. Noch schlimmer sieht es nach Aussagen von Anwohnern aber auf dem linksseitigen Gehweg entlang der Straße in Richtung Thüler Straße aus. Gustav Ahlers geht diesen Weg häufiger. Im Gespräch mit der NWZ weist er auf etliche Stolperfallen hin – abgesackte Platten, hochstehende Gullydeckel. Etliche Gehwegplatten sind zerbrochen. Auch die Erdarbeiten in diesem Bereich kürzlich haben nicht zur Verbesserung beigetragen.

„Dieser Bürgersteig ist in diesem Zustand eine Zumutung für die Bewohner“, schimpft Gustav Ahlers. Gerade für Menschen mit körperlichen Einschränkungen sei der Gehweg zu einer Gefahr geworden. „Mit einem Rollstuhl oder einem Rollator sich auf diesem gefährlichen Weg zu bewegen, birgt schon ein Risiko in sich“, kritisiert der Böseler. „Barrierefreiheit sieht anders aus.“

„Die Bahnhofstraße sollte schon zu Zeiten, als Hans Lamping noch Gemeindedirektor war, verschönert werden“, meint Gustav Ahlers, der bemängelt, dass die Straße anderen Projekten untergeordnet werde. Vor allem der Gehweg müsse dringend geflickt werden. „Ausbesserungsarbeiten würden schon ausreichen“, meint Ahlers, der auch im Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN) aktiv ist. „Mit geringem finanziellem Aufwand könnten defekte Platten ersetzt, Unebenheiten geebnet und seitliche Absackungen begradigt werden, damit die vorhandenen Stolperfallen beseitigt werden.“

Christoph Burtz, Bauamtsleiter der Gemeinde Bösel, weiß um den Zustand. Die Bauhof-Mitarbeiter würden sich im Nachgang der Arbeiten an der Thüler Straße auch die Bahnhofstraße ansehen, um zu entscheiden, was dort kurzfristig gemacht werden könnte, verspricht Burtz.

Großflächig will die Gemeinde an die Bahnhofstraße jedoch noch nicht ran. Denn zunächst muss der Generalentwässerungsplan abgewartet werden, der derzeit erstellt wird. Der soll Mitte nächsten Jahres fertig sein. Im Nachgang werde geschaut, wo welche Arbeiten umgesetzt werden müssen. Denn wie an der Bahnhofstraße sehe es an verschiedenen Stellen im Ort aus, sagt Bauamtsleiter Burtz. Die Hoffnung ist, für die Sanierung der Straße Fördergelder zu erhalten, um Anliegerbeiträge gering zu halten.


Das Pflaster war in Sand gelegt worden. Mit den Jahren sind Steine weggesackt. Die verlegten Betonplatten, die teilweise zerbrochen sind, seien schwer zu verlegen, weiß Burtz. Diese Art von Betonplatten würde heute auch nicht mehr genutzt, betont Bauamtsleiter Burtz.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)