Einswarden - Gute Perspektiven sieht die in Einswarden ansässige Firma Elektrotechnik Janssen. „Wir sind so breit aufgestellt, dass wir zuversichtlich in die Zukunft blicken können“, sagt Unternehmensgründer und Geschäftsführer Heinrich Janßen (76).
Automation weltweit
„Die Automation von Containerterminals und der Umbau der Krananlagen sind weltweit ein Riesengeschäft“, weist Prokurist und kaufmännischer Leiter Peter Dindas (54) optimistisch auch auf den Schwerpunkt der Unternehmensaktivitäten hin. Prokurist und Betriebsleiter Michael Schlake (30) ergänzt: „Auf diesem Markt ist die Firma ABB Schweden aus Västeras sehr stark engagiert und weil wir seit mehr als 30 Jahren ein zuverlässiger Partner von ABB sind, rechnen wir mit weiteren Folgeaufträgen.“
Die Firma Elektrotechnik Janssen besteht jetzt seit 50 Jahren. Vor 30 Jahren begann sie mit der Installation, später auch mit der eigenen Planung, Konstruktion und Fertigung von Schaltanlagen für automatisierte Krananlagen – und dies weltweit.
Die Installation und Fertigung von Schaltanlagen ist heute einer der Schwerpunkte des Unternehmens. Weitere Hauptgeschäftsfelder sind Kran-Services (Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten) sowie Industrie-Services.
Die im Gewerbegebiet Einswarden ansässige Firma erfüllt nach wie vor Industrieaufträge für verschiedene Nordenhamer Werke.
Das Unternehmen hat inzwischen mehr als 100 junge Menschen ausgebildet und beschäftigt im 50. Jahr seines Bestehens mehr als 40 Mitarbeiter. Darunter sind vier Ingenieure, zwei Techniker, fünf Meister und sieben Auszubildende.
Der Firmenname wird übrigens wegen der weltweiten Aktivitäten statt mit „ß“ mit doppeltem „s“ geschrieben.
Elektromeister Heinrich Janßen hatte das Unternehmen am 1. Juli 1967 in einer Kellergarage in Nähe der Südstraße in Nordenham gestartet. Die Zahl seiner Gesellen stieg innerhalb kürzester Zeit von drei auf 10.
Später eröffnete er ein Elektrogeschäft an der Hansingstraße. Dann folgte der Umzug an die Friedrich-Ebert-Straße. Mitte der 1990er Jahre zog die Firma an die Neptunstraße im Gewerbegebiet Einswarden.
Zu den Anfängen der Unternehmensgeschichte gehörte die Installation und Wartung von Sirenenanlagen in Delmenhorst und andernorts in Deutschland. Erster industrieller Kunde in Nordenham war die Preussag.
Parallel war die Firma in der Elektroinstallation von Schulgebäuden tätig – so bei den Berufsbildenden Schulen in Brake, am Neubau des Gymnasiums Nordenham und im Schulzentrum am Luisenhof sowie in mehreren Turnhallen.
In Bremerhaven wirkte Elektrotechnik Janssen – zeitweise mit 50 Elektrikern – an Installationsarbeiten für mehrere Fracht- und Kreuzfahrtschiffe mit, darunter das Luxus-Kreuzfahrtschiff „Queen Elizabeth II“ und die in Bremerhaven gebaute „Pride of America“.
Schaltanlagen installiert und/oder gefertigt und installiert hat das Nordenhamer Unternehmen für Krananlagen an der Ostküste der USA, in Florida und Kalifornien, in Kanada, Norwegen, Großbritannien, Rotterdam, Gent in Belgien, Griechenland, auf Malta, in Abu Dhabi, China, Indonesien sowie Malaysia.
Rotterdam und Hamburg
Mit Schalttechnik aus Einswarden ist die größte Containerbrücke der Welt in Rotterdam (Betreiber: APM Terminals) ausgestattet. Auch das voll automatisierte Containerterminal CTA in Hamburg-Altenwerder besitzt Schaltanlagen aus Einswarden.
Elektrotechnik Janssen arbeitet vor allem mit der schwedischen Kranbauabteilung des Industriekonzerns ABB zusammen, aber auch mit dem österreichischen Kranbauunternehmen Hans Künz GmbH aus Hard.
Firma Janssen bietet auch alle Hochspannungsarbeiten und Lichtwellentechnik zur störungsfreien Datenübertragung zwischen einzelnen Bauteilen an.
