Bardewisch/Lemwerder - Im April war die Stimmung unter den Mitgliedern des VSK Bardewisch getrübt. Die Erkenntnis, dass sich keiner fand. langfristig die Vorstandsarbeit des 181 Mitglieder großen Vereins zu stemmen, drückte ebenso auf die Stimmung wie die Erkenntnis, dass ein Verein in dieser Größe nicht mehr lebensfähig ist auf dem Markt der Sportclubs. Die Fusion mit einem anderen Verein der Gemeinde Lemwerder wurde als letzter Ausweg angesehen. Und bis dahin wollte der alte Vorstand noch im Amt bleiben. „Aber keinen Tag länger“, erklärte der Vorsitzende Werner Ohlenbusch damals.
Fast drei Monate später scheint der Verein auf einem guten Weg zu sein. „Wir haben sachliche und wegweisende Gespräche mit der Spitze des Lemwerder TV geführt“, erklärt Harald Schöne, der dem Verhandlungsteam des VSK angehört. Ähnliches ist von Jürgen Stolle, zu hören. „Wir sind auf einem guten Weg zu einer Fusion“, gibt sich der stellvertretender Vorsitzende des LTV zuversichtlich, dass die Mitglieder des VSK auch zukünftig in einem Verein Sport treiben können.
Auf einer Informationsveranstaltung in Bardewisch wurde der LTV vorgestellt. „Während der Sommerferien sollen die rechtliche Grundlagen geschaffen werden, dass unmittelbar danach in beiden Vereinen außerordentliche Mitgliederversammlungen abgehalten werden können. Wenn zwei Drittel der jeweils Anwesenden den Vorlagen zustimmen, kann die Fusion vollzogen werden“, erklären Schöne und Stolle.
„Wir wollen alle Leute und Gruppen des VSK in den LTV integrieren“, berichtet Stolle und ergänzt, „einschließlich der Handballer der HSG Stedingen!“ Sollte die Fusion zustande kommen, hätten die Mitglieder, die jetzt noch dem VSK Bardewisch angehören, die Wahl, weiter in den eigenen Gruppen Sport zu treiben oder sich den bereits bestehenden Gruppen im LTV anzuschließen. „Es werden keine Gruppen aufgelöst“, verspricht Jürgen Stolle.
Angestrebt wird auch, das vereinseigene VSK-Gebäude zu übernehmen und Aktivitäten wie das Maibaumsetzen weiter zu unterstützen. „Wir streben einen fließenden Übergang an“, beschreibt Stolle den Weg. Unter Druck setzen lassen wollen sich die Verhandlungspartner auf beiden Seiten nicht. Erhofft wird, die Fusion bis Ende 2013 abgeschlossen zu haben.
Teurer wird dies für die jetzigen Mitglieder des VSK in keinem Fall. „Die Beiträge werden auch nach einer abgeschlossenen Fusion nicht wesentlich anders sein“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des LTV. Zurzeit ist die Mitgliedschaft im VSK teurer als die beim Lemwerder TV.
