„Anlieger wehren sich gegen Ausbau“, Bericht in der NWZ-Ausgabe vom 30. November

Als Anwohner des Alten Schulwegs in Schweieraußendeich möchte ich Stellung nehmen. Der Ausbau des Alten Schulwegs kostet viel Geld. Wozu diese Investition, wenn kaum einer etwas davon hat und die Anwohner überwiegend dagegen sind? Die Flurbereinigung wird sowieso von allen Bewohnern des Gebiets mitgetragen, ob sie etwas davon haben oder nicht. (...)

Wie auch der Bürgermeister in einem Rundschreiben erwähnte, glauben auch wir, dass zu schwere Fahrzeuge die Straße zerstören und unabsehbare ärgerliche Kosten auf die Gemeinde zukommen. Wir tun nun alles, um den schweren Verkehr von unserer Straße fernzuhalten. Dafür brauchen wir die Unterstützung der Gemeinde.

Ein Schritt, die Entscheidung zurückzustellen, hat uns sehr beruhigt. Ich hoffe, dass wir mit unserem Anliegen auch weiterhin auf offene Ohren stoßen.

Die Meinung vieler, ein Ausbau würde für die Anlieger Kosten sparen, ist spekulativ und vordergründig. Was haben wir von einer Straße, die zukünftig Schwerlastverkehr aushalten soll? Wie lange soll der neue Belag bei den Bodenverhältnissen halten? Ist nicht vielmehr damit zu rechnen, dass eine Straßensanierung in 10 bis 20 Jahren wesentlich teurer wird?

Zudem gibt es keine Statikgutachten über den Zustand der anliegenden Gebäude. Halten sie den zukünftigen Erschütterungen stand? Bisher wurde dazu nichts untersucht.


Auch über den genauen Ausbau der Straße ist nicht endgültig entschieden. Wieviel Geld darf es für Sonderwünsche der Anwohner geben?

Was bisher nur beiläufig erwähnt wurde: Kinder spielen auf dieser Straße. Sie nutzen sie als sicheren Schulweg.

Ich verstehe wirklich nicht, warum an diesem zweifelhaften und sehr kostspieligen Bauvorhaben festgehalten wird. Warum von dem Geld nicht andere wichtigere Wege für die Bauern schaffen?

Andreas Büsing Schweieraußendeich