DELMENHORST - „Delmenhorst ist froh, sie als Brigade zu haben.“ Mit diesen Worten drückte Oberbürgermeister Patrick de La Lanne am Dienstag beim Neujahrsempfang der Bundeswehr seine Anerkennung für die Arbeit der Soldaten aus. Zahlreiche Gäste aus Militär, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und von Behörden waren der Einladung in die Feldwebel-Lilienthal-Kaserne gefolgt.

Soldaten im Einsatz

„Viele unserer Soldaten werden 2009 in Einsätze gehen oder sind es bereits“, sagte der Kommandeur der Logistikbrigade 1 Eingreifkräfte, Brigadegeneral Winfried Zimmer. Er sprach die Hoffnung aus, dass alle gesund zurückkehren. Für herausragende Verdienste verlieh er die Brigademedaille u.a. an die Offiziere Oberst Gerd-Christian Schramek und Oberstleutnant Frank Lemaire. Außerdem überreichte er das Wappen der Brigade an Oberst Lee, den militärischen Leiter der Airforce Military Band aus Taiwan, die für den musikalischen Rahmen verantwortlich zeichnete.

Oberbürgermeister de La Lanne erläuterte, dass der Standort Delmenhorst der neuntgrößte Stützpunkt der Bundeswehr sei. Mit rund 2700 Soldaten sei die Bundeswehr zudem der größte Arbeitgeber in der Stadt. „Ich bedanke mich für die angenehme Zusammenarbeit“, sagte de La Lanne und verwies auf die Kooperation beim Hochwasser. „Es tut gut, sie im Rücken zu haben.“

Sprengfallen erkennen

Der Kommandeur des Logistikbataillons 161, Oberstleutnant Arnd Frie, gab einen Überblick über das Aufgabengebiet der Streitkräfte aus Delmenhorst. Er nannte die Versorgung der Kräfte im Einsatzgebiet, den Transport von Versorgungsgütern sowie die Instandsetzung von Fahrzeugen. Als Ausbildungshöhepunkt in 2008 führte Frie u.a. eine Zertifizierungsübung für die NATO Response Force an. Auf der Großen Höhe lernten die Soldaten zudem den Umgang mit einem Massenanfall von Verletzten sowie das Erkennen von Sprengfallen.

80 bis 90 Soldaten aus Delmenhorst seien zurzeit in laufenden Einsätzen. „Die fehlen uns hier zur Auftragserfüllung, da es sich meist um Schlüsselpersonal handelt“, sagte Frie und fügte hinzu: „Aber noch mehr fehlen sie ihren Familien.“