DELMENHORST - Kinder zu mehr Bewegung motivieren, Wasser als leckeres Getränk schmackhaft machen und Alternativen zum Fernsehen: Über diese Themen haben sich Wissenschaftler des Bremer Institutes für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) an der Universität Bremen sowie Vertreter der Delmenhorster Stadtverwaltung, Grundschulen, Kindergärten und Vereinen seit dem Frühjahr an Runden Tischen Gedanken gemacht. Das Ergebnis: eine Vielzahl von Maßnahmen, die die Gesundheit von Kindern verbessern soll.
Die Zusammenarbeit des BIPS mit der Stadt Delmenhorst findet im Rahmen der europaweiten Studie Idefics statt. Deren Ziel ist es, den Einfluss der Umwelt der Kinder auf ihr Übergewicht zu erforschen und Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. „Wichtig ist, dass nicht nur die Einrichtungen, sondern auch die Gemeinde auf dieses Thema sensibilisiert wird“, sagte Dr. Holger Hassel, Leiter des Idefics-Gesundheitsprogrammes beim BIPS, bei der Vorstellung des Projektes am Donnerstag im Delmenhorster Rathaus. Claus Hübscher (Fachbereichsleiter für Bildung, Wissenschaft, Sport und Kultur), Uwe Schwemmler (Leiter der Grundschule Iprump) und Gerrit Gieseler-Mahlmann (Leiterin der Kindertagesstätte Villa Kunterbunt) machten ebenfalls deutlich, dass sie hinter dem Projekt stehen. Marcus Baum (Stadtwerke Delmenhorst) ist „für das Wasser zuständig“, das Kindern näher gebracht werden soll.
Die Auftaktveranstaltung des Projektes finden in der kommenden Woche statt (siehe Kasten links). Sechs Schlüsselbotschaften sollen bis Ende des Schuljahres während der Gesundheitswochen an Delmenhorster Einrichtungen vermittelt werden: Bewegung (Oktober), Wasser (November), weniger Fernsehen (Dezember) und mehr Obst und Gemüse (Januar). Die Themen „mehr Schlaf und mehr Zeit zusammen verbringen“ werden zwischendurch besprochen – mit den Kindern und den Familien.
Parallel zu den Gesundheitswochen werden auch drei unterschiedliche Informationsposter in den kommenden Monaten in den Schaufenstern der Stadt Delmenhorst zu sehen sein. „Je komplexer das Angebot ist, desto erfolgreicher ist auch die Präventionsarbeit“, so Hassel.
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