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NWZonline.de Ratgeber Wissenschaft

Astronomie: Venus verblasst erst in der Morgendämmerung

04.12.2018

Hamburg Wer jetzt morgens noch in der Dunkelheit das Haus verlässt, dem fällt am Osthimmel ein hellglänzendes Gestirn auf. Es ist der Morgenstern, die Venus. Sie ist allerdings kein Stern wie die Sonne, keine selbstleuchtende, glühende Gaskugel, sondern ein Planet. Venus kreist innerhalb der Erdlaufbahn um die Sonne.

Nach Sonne und Mond ist Venus das weitaus hellste Gestirn am irdischen Firmament. Sie verblasst als Letzte in der zunehmenden Morgenhelligkeit. Bei guten Sichtbedingungen kann man Venus fast bis Sonnenaufgang mit bloßen Augen sehen.

Mitte Dezember taucht noch ein Planet am Morgenhimmel auf, nämlich Merkur. Der sonnennächste Planet ist allerdings bei Weitem nicht so strahlend hell wie Venus. Zwischen 10. und 20. Dezember ist Merkur knapp über dem Südosthorizont zu erspähen. Kurz vor 7 Uhr morgens wird der flinke Planet sichtbar. Rund eine halbe Stunde später wird er in der heller werdenden Morgendämmerung unsichtbar.

Mars ist Planet am Abendhimmel. Obwohl seine Helligkeit weiter abnimmt, kann man ihn als rötlichen Lichtpunkt leicht am Südwesthimmel erkennen. Der rote Planet wandert durch das Sternbild Wassermann und wechselt am 21. in die Fische. Am 7. kommt es zu einer engen Begegnung mit Neptun. Nur zwei Bogenminuten nördlich zieht Mars am sonnenfernsten Planeten vorbei, der allerdings nur im Fernglas oder Teleskop zu erspähen ist. Eine Viertelstunde vor Mitternacht geht Mars schließlich unter.

Saturn im Sternbild Schütze zieht sich vom Abendhimmel zurück und wird unbeobachtbar. Zu Beginn des neuen Jahres hält er sich gemeinsam mit der Sonne am Taghimmel auf und bleibt nachts unter dem Horizont.

Jupiter wurde von der Sonne im Sternbild Skorpion überholt. Zu Jahresende zeigt sich der Riesenplanet erstmals wieder am Morgenhimmel. Nur Venus übertrumpft ihn morgens nach ihrem Aufgang am Osthimmel.

Der Sternschnuppenstrom der Geminiden macht sich vom 6. bis 16. bemerkbar. Der Ausstrahlungspunkt liegt im Sternbild der Zwillinge. Im Maximum, das in der Nacht vom 13. auf 14. zu erwarten ist, flammen bis zu 120 Geminiden, darunter auch sehr helle Exemplare auf.

Um die Weihnachtszeit tauchen die Meteore des Ursidenstromes auf. Die Sternschnuppen scheinen aus dem Sternbild Kleiner Wagen zu kommen. Sie sind ein zirkumpolarer Strom, daher sind sie die ganze Nacht über zu sehen. Die meisten Ursidenmeteore, Trümmerstücke des Kometen 8P/Tuttle, sind in der Nacht vom 21. auf 22. Dezember zu erwarten.

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