Hamburg - Unser innerer Nachbarplanet, die Venus, wird im Dezember zum auffälligen Abendstern. Bald nach Sonnenuntergang entdeckt man sie als weißen Lichtpunkt tief am Südwesthimmel. Sie leuchtet auffällig, weil ihre dichte Wolkenhülle das einfallende Sonnenlicht weitgehend reflektiert. Im Fernrohr zeigt sich Venus halb beleuchtet, auch wenn die exakte Phase „Halbvenus“ erst Mitte Januar 2017 erreicht wird. Zu Monatsanfang geht Venus kurz nach 19 Uhr unter, zu Silvester erst um halb neun Uhr abends.

Am 3. zieht die Sichel des zunehmenden Mondes nördlich, also oberhalb an Venus vorbei. Zu dieser Konstellation gesellt sich Mars, der weiter östlich steht. Das Dreigestirn bietet einen netten Himmelsanblick über dem Südwesthorizont. Mars ist der lichtschwächere der drei Wandelgestirne. Dennoch ist er mit bloßem Auge erkennbar. Zum Jahresende geht Mars kurz nach 21.30 Uhr unter.

Bei guten Sichtbedingungen zeigt sich in Süddeutschland der flinke Merkur in den Tagen vom 11. bis 16. etwa eine Viertelstunde in der fortgeschritten Abenddämmerung knapp über dem Südwesthorizont. Ein Fernglas erleichtert die Jagd nach ihm.

Jupiter im Sternbild Jungfrau beherrscht den Morgenhimmel. Zu Monatsanfang erfolgt der Aufgang des Ringplaneten kurz nach 3 Uhr morgens, zu Silvester jedoch schon um 1.30 Uhr. Etwa eine Viertelstunde nach seinem Aufgang kann man Jupiter am Südosthorizont erkennen.

Zwei Meteorströme bescheren uns im Dezember zahlreiche Sternschnuppen. Vom 6. bis 16. flammen die Geminiden auf. Wie der Name verrät, liegt ihr Ausstrahlungspunkt im Sternbild der Zwillinge. Ihre größte Aktivität entfalten sie in der Nacht vom 13. auf 14., wo in der Stunde um Mitternacht stündlich bis zu 120 Sternschnuppen und teilweise helle Boliden aufleuchten. Leider stört in diesem Jahr der Vollmond die Beobachtung ganz erheblich.

Vom 16. bis 25. blitzen die Ursiden auf. Sie scheinen dem Sternbild Kleiner Bär zu entströmen. Sie heißen nach der lateinischen Bezeichnung für dieses Sternbild: Ursa Maior. Das Maximum ist in der Nacht vom 21. auf 22. gegen Mitternacht zu erwarten. Am 13. passiert der Mond seinen erdnächsten Punkt, wobei ihn 358 460 Kilometer von uns trennen.