WASHINGTON - WASHINGTON/DPA - Nach mehr als einer Million Jahren droht der arktische Ozean in spätestens 100 Jahren erstmals im Sommer wieder eisfrei zu sein. Die Eisschmelze in der Nordpolarregion beschleunige sich, warnt eine Gruppe von US-Forschern. Dabei sei kein natürlicher Prozess zu erkennen, der dieser Entwicklung Einhalt gebieten könnte, heißt es in ihrem jetzt veröffentlichten Bericht. „Wir sehen das Eis bereits heute schmelzen und erwarten, dass es in Zukunft dramatisch stärker abtauen wird“, sagt der Vorsitzende des wissenschaftlichen Arktis-Komitees der US-Wissenschaftsstiftung NSF, Jonathan Overpeck. Das Tauwetter werde sich selbst verstärken. So absorbiere etwa der dunkle Ozean immer mehr Sonnenlicht, wenn seine reflektierende Eisdecke schrumpfe, und heize sich so immer schneller auf.