ARDORF - Heutzutage hat der technische Fortschritt in der Landwirschaft für so manche Vereinfachung gesorgt. Dies merkten die Organisatoren der 6. Auflage des Ardorfer Döschkefest bei der Vorbereitung ihrer Nostalgieveranstaltung selbst. Denn der für das Döschkefest zum Dreschen vorgesehene Hafer war bereits auf einer 30 Ar großen Fläche in Hocken gesetzt, als das Erntegut am vorletzten Wochenende einem kräftigen Regenschauer ausgesetzt war.
'In der Biogasanlage der Ardorfer Nahwärmegenossenschaft konnten wir das Getreide jedoch schnell heruntertrocknen. Bei unseren Vorfahren hätte es dagegen lange in der Scheune stehen müssen', sagte mit Hinrich Willms einer der beiden Hauptorganisatoren am späten Sonntagvormittag auf dem Hofgelände des früheren Landwirts Theodor Tjardes am Domhuser Weg.
Doch vielleicht gerade weil es in der Landwirtschaft schon immer einen rasanten technischen Wandel gegeben hat, gibt es in unserer Region viele Freunde altertümlicher Traktoren und veralteter Erntetechnik. Auch das Ardorfer Döschkefest, auf dem die Getreidernte wie zu Großvaters Zeiten demonstriert wird, ist seit seiner Premiere 2010 beträchtlich angewachsen. Es fing einst alles mit der Praxisdemonstration einer Holthaus Dreschmaschine an, damals eher gedacht als dorfinterne Unterhaltung. Mittlerweile finden Oldtimer-Traktoren aus nah und fern den Weg zum Döschkefest, das Flegeldreschen wird gezeigt und viele Ardorfer Vereine besetzen die Bewirtungsstände.
