BURHAFE/ESENS - Alles andere als eine Niederlage gegen den TuS Esens II wäre eine Überraschung. Das sagt Ralf Backhaus, Trainer der Ostfrieslandliga-Fußballer des BSC Burhafe, vor dem Heimspiel morgen Nachmittag um 17 Uhr und stapelt damit im Hinblick auf die Favoritenrolle tief.

Esens II sei für ihn wegen des ausgeglichenen Kaders von 15 bis 16 fast gleichwertig guten und teils bezirksligaerfahrenen Spielern der Topfavorit in der Liga. 'Ich schätze sie sehr hoch ein', sagt Backhaus, der sich mit seiner eigenen Elf aber keineswegs verstecken muss. Denn sowohl die Burhafer als auch die Esenser legten einen guten Saisonstart hin. Der BSC ist Tabellenzweiter mit acht Zählern aus vier Spielen, der TuS rangiert auf Platz sechs mit sechs Punkten, hat aber auch erst zwei Begegnungen absolviert.

Sein Gegenüber, TuS-Trainer Ingo Heien, sieht beide Mannschaften hingegen auf Augenhöhe und die Chancen auf einen Erfolg seines Teams bei 50:50. 'Ich denke, dass es bis zum Ende eng sein wird', sagt der Bärenstädter Coach, dem einige Langzeitverletzte sowie Kapitän Kai Hieronimus (Urlaub) fehlen werden. Aber auch Backhaus ist nicht frei von Sorgen vor der morgigen Partie: Sören Abels, den der BSC-Trainer eventuell auf der linken Außenbahn der Burhafer gegen den starken Dennis Agena einsetzen würde, um diesen offensiv auszuschalten und defensiv zu fordern, wird wahrscheinlich arbeitsbedingt verhindert sein. Zudem fehlen Stefan Siebolds und Torhüter Thomas Hahn.

Außerdem sorgt sich Backhaus um die Stabilität in der Abwehr. Auf dieser lag in der Vorbereitung für das Spiel der Schwerpunkt. Statt der gewohnten Formation der Gastgeber (4-4-2) zieht der Coach gegen Esens II einen Wechsel zum 4-1-4-1-System in Betracht, um im Abwehrbereich für mehr Kompaktheit zu sorgen.

Ingo Heien wird auf seine bewährte Ausrichtung bauen. Mit dieser überzeugte der TuS in den bisherigen zwei Begegnungen auch spielerisch. Das soll auch in der dritten so sein. Und für die Stärke der Burhafer, die diese Saison in fast jeder Partie späte Tore erzielt haben, weiß Heien eine Lösung. 'Vielleicht pfeift der Schiedsrichter mal in der 85. Minute ab', erklärt er und lacht.