CAROLINENSIEL - Sportlicher Hochbetrieb im Hafenbecken, der Trubel rund um die Cliner Quelle, der vielumjubelte Zieleinlauf im Museumshafen von Carolinensiel – soll das alles schon wieder Geschichte sein? Zumindest für dieses Jahr lautet die Antwort: Ja. Der Triathlon in Carolinensiel wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Gründe dafür sich hauptsächlich organisatorischer Natur.

Marcus Harazim, Marketingleiter der Kurverwaltung Carolinensiel, kann verschiedene Aspekte aufzählen, die eine Veranstaltung in diesem Jahr verhindern: Die Fußball-Europameisterschaft, die Anfang Juli läuft, die Auswirkungen von Straßensperrungen auf Verkehr und Lauf innerorts und den einen oder anderen kleinen Sponsor, der fehlt.

Das Finanzielle spiele aber nur eine indirekte Rolle, sagt Harazim. 'Klar, man kann immer mehr gebrauchen, es fehlen aber jetzt nicht fünf oder sechs Sponsoren', sagt er. Viel gravierender sei die technische Umsetzung der Großveranstaltung. 'Die Auswirkungen auf den Verkehr sind gravierend', sagt der Marketingleiter, der vor allem während der Tourismus-Hauptsaison auch die Geschäftsleute berücksichtigen muss.

Im vergangenen Jahr war die Ortsdurchfahrt in Carolinensiel gesperrt, weil die Laufstrecke durch den Ort verlief. Auch für das Rennen der 2. Bundesliga hatte der Straßenverkehr zugunsten der Rennradstrecke zurückstecken müssen.

Die Absage in 2016 ist aber definitiv kein Schlussstrich unter dem Kapitel Triathlon in Carolinensiel. 'Es ist nicht ausgeschlossen, dass es 2017 wieder einen Triathlon gibt', sagt Marcus Harazim. Auch Detlev Ingenwerth, Inhaber der Agentur Tryathlon, ist sehr zuversichtlich, dass es nach einem Jahr Pause weitergehen kann mit der Veranstaltung direkt hinterm Deich. 'Ich bin sehr optimistisch, auch die Bundesliga wäre gerne wieder mit dabei', sagt er. 'Die wären auch in diesem Jahr schon wiedergekommen.'

Man müsse nun sehen, dass die organisatorischen Defizite in aller Ruhe besprochen und bearbeitet werden, damit eine Veranstaltung dieser Größenordnung wieder reibungslos ablaufen könne. 'Man muss eben Sportler und Urlauber unter einen Hut kriegen', sagt er.