Carolinensiel - Da wegen der Pandemie der Kinderkarneval des Vereins Cliner Wind als auch die Weiberfastnacht des TSV Jahn ausfallen musste, wurde kurzerhand ein Alternativ-Programm auf die Beine gestellt. Traditionell verwandelt sich Simon Lübben, Vorsitzender des Vereins Cliner Wind, jährlich um diese Zeit in einen Gockel. Das wollte er sich nun auch nicht nehmen lassen und so zog er am Wochenende sein Kostüm an und besuchte einige Kinder des Ortes per Fahrrad. Die Mädchen und Jungen wurden mit Süßigkeiten überrascht. In zwei Haushalten hat Lübben tatsächlich kostümierte oder Fasching feiernde Familien angetroffen „Alle haben sich gefreut. Es war eine kleine Aufmunterung in dieser sonst so trüben Zeit“, sagt der Vorsitzende, dem die Aktion viel Spaß gemacht hat.

Spaß gab es auch beim TSV Jahn. Frauenwartin Kirsten Ommen suchte in der tristen Corona-Zeit nach einer Aktion, mit der ein bisschen Leben und Abwechslung ins Vereinsleben kommt. Die Idee eines Laufes wurde mit dem Ziel geboren, eine möglichst breite Masse anzusprechen.

Alle weiblichen Vereinsmitglieder waren dazu aufgerufen, sich an Weiberfastnacht, also am 11. Februar in der Zeit zwischen 0 und 23.59 Uhr, auf den Weg zu machen, um Kilometer zu sammeln. Dabei spielte es keine Rolle, ob man spazieren ging, walkte oder joggte. „Nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass so viele Frauen und Mädchen aus nahezu allen Vereinsteilen mitmachen. Das ist super“, freut sich die Organisatorin über den Erfolg.

Den ganzen Tag über trudelten bei ihr die Ergebnisse einzelner Läuferinnen ein, die sich rund um Carolinensiel, aber auch in Wittmund, Jever, Friedeburg und Aurich Corona-konform alleine oder zu zweit auf den Weg machten. Insgesamt beteiligten sich 75 Mitglieder an dieser Veranstaltung, wobei die Jüngste fünf Jahre und die Älteste 91 Jahre ist. Das Ziel, möglichst eine breite Masse mit dieser Aktion zu erreichen, ging also auf. Am Ende des Tages stand das stolze Ergebnis von 507,55 Kilometern.

Ommen dankt allen, die diese Idee unterstützt haben und freut sich, dass sich wieder einmal gezeigt hat: Auf die Frauen im TSV ist Verlass. „Da haben wir den Männern gezeigt, wo der „Hammer“ hängt.“ Und mit einem Augenzwinkern fügt sie hinzu: „Vielleicht sehen sie es ja als Herausforderung.“