Isums/Wittmund - „Es ist bitter und auch mir tut es sehr leid, aber wir können das Erlebnis- und Freizeitbad Isums unter den derzeitigen Umständen nicht öffnen“, sagte Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen in der Fachausschusssitzung am Montagabend.
Zwar ist laut Verordnung des Landes Niedersachsen die Öffnung der Freibäder generell seit dem 25. Mai wieder erlaubt, aber nur unter Beachtung von hohen Hygienemaßnahmen, Abstandsregeln und der Dezimierung der Besucherzahl. Im Hochsommer strömen nicht selten um die 2500 Besucher in das Bad. „Wir haben drei Schwimmaufsichten, das Gelände ist weitläufig, das können wir nicht überblicken und kontrollieren“, betonte Claußen. Etwa zehn Mitarbeiter seien notwendig, um die Hygiene- und Sicherheitsvorgaben einzuhalten. Freizeit und Erlebnis, für die das Freibad stehe, wären unter diesen Umstände nicht möglich.
„Wie soll ich den Kindern erklären, dass sie wegen des begrenzten Einlasses nicht mehr ins Bad kommen?“, fragte der Verwaltungschef. Zwar sei auch in Isums wie im Freibad Ardorf, das auch geschlossen bleibt, alles für die Saison vorbereitet, aber das Bad bleibt dicht.
„Ich finde das ein falsches Signal, erneut sind die kleine in unserer Gesellschaft die Opfer der Corona-Pandemie“, sagte Timm Janßen (BFB). „Wir haben das Personal nicht und ich möchte auch nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass sich keiner in Isums oder Ardorf ansteckt“, entgegnete Claußen, der betonte, wie leid ihm diese Entscheidung tut.
Freibad in Dornumersiel öffnet ab dem 4. Juli
Als eines von wenigen Freibädern an der ostfriesischen Küste soll das Meerwasserfreibad in Dornumersiel ab dem 4. Juli geöffnet werden. Derzeit werden schon die Becken mit Wasser gefüllt, denn es dauert bis zu vier Wochen, ehe das Bassin mit drei Millionen Liter Meerwasser gefüllt ist.Den Artikel finden Sie hier.
