Wittmund - Der 51. Bürgermarkt in Wittmund war ein voller Erfolg. Dieses Fazit zogen am Sonntag die Verantwortlichen des Bürger- und Verkehrsvereins Wittmund (BUVV) und die Stadt Wittmund. „Schon die Eröffnung am Freitag war gut besucht und das hat sich dann über den Abend bestätigt“, sagt BUVV-Vorsitzender Carsten Holzke. Der habe sich angefühlt wie ein klassisch gut besuchter Samstag.
Auch die Fundsachenversteigerung sei laut Amke Behrends vom Stadtmarketing gut gelaufen. „Werner Herden, unser Auktionator, hat wieder alles gegeben, sodass wir einen vierstelligen Betrag einnehmen konnten, der dann auch an die Jugendarbeit des KBV ‚Einigkeit‘ Uttel geht.“
Sicherheit der Gäste
Sehr zufrieden ist der stellvertretende Marktmeister Hartmut Berends (BUVV) mit der Anzahl der Vorfälle bzw. menschlichen Ausfälle – es gab so gut wie keine. „Ich muss dahingehend unseren Sicherheitsdienst loben. Natürlich gibt es immer Leute, die durch Alkohol mutiger werden. Der Sicherheitsdienst ist sofort reingegangen und hat deeskalierend kommuniziert, hat mit Gästen geredet und war präsent, sodass die Gäste sicher und friedlich feiern konnten.“ In dem Zusammenhang hätte das Sicherheitskonzept funktioniert.
Überrascht zeigten sich die Verantwortlichen, dass Wittmund anscheinend eine Stadt der „Bingo-Begeisterten“ ist. Amke Behrends: „Der ,Bingo-Bär’ Michael Thürnau hat die Massen schon angezogen. Der ganze Marktplatz war voll und alle haben intensiv zwei Runden gespielt.“ Aufgefallen sei, dass nicht nur Ältere nach einem Schein gefragt hätten, sondern auch viele Jüngere an dem Spiel am Samstagmittag teilgenommen hätten.
Bürgermeister begeistert
Dass die Organisatoren vom BUVV zufrieden sein können, war am Anfang nicht unbedingt klar. Es gab viele Sachen, die bei diesem Bürgermarkt neu waren: Dazu gehörten unter anderem das Blersumer Partyeck, das Bürgerzelt und die Bürgermarktbändchen.
Dass diese Dinge so gut angenommen wurden, sei nicht selbstverständlich, weiß Bürgermeister Rolf Claußen. „Veränderungen sind immer mit Risiken verbunden. Dass der Bürger- und Verkehrsverein aber den Ursprungsgedanken des Bürgermarktes, also dass die Bürger ihr Fest gestalten sollen, aufgegriffen hat, hat sehr gut funktioniert und alle haben mitgezogen.“ Dies habe man unter anderem an der vollen Innenstadt an den drei Tagen gesehen, sowie auch an dem Interesse der Ortschaften an der neuen Pudding-Olympiade. Holzke gesteht jedoch auch, dass sich Dinge wie das Bürgerzelt erst einmal herumsprechen mussten.
Den Verantwortlichen schweben schon Ideen im Kopf herum, was sie in Wittmund noch anstoßen können. Wenn es so wird wie dieser „Bürgermarkt der Generationen“, wie Claußen ihn nennt, dann ist es sicher von Erfolg gekrönt.
