Ostfriesland - Die Auswirkungen der Corona-Krise sind in Ostfriesland deutlich zu spüren. „Allein das Ausbleiben des Saisonstarts an der Küste hat dazu geführt, dass rund 1500 Saisonbeschäftigte nicht wieder eingestellt wurden“ kommentiert Roland Dupák, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Emden-Leer, die neuen Arbeitslosenzahlen.
„Neben den Bereichen Tourismus sowie Hotel und Gaststätten erfolgten insbesondere im Handel, der Lebensmittelherstellung und im Logistikbereich Freisetzungen von Arbeitnehmern“, erläutert Dupák. Auch die hohe Inanspruchnahme von Kurzarbeit zeigt, wie sehr die Corona-Krise sich auf den Arbeitsmarkt auswirkt:
Im Februar waren bei der Agentur für Arbeit Emden-Leer mit den angeschlossenen Geschäftsstellen und bei den für die Grundsicherung zuständigen Jobcentern in Leer, Emden, Norden, Aurich und Wittmund insgesamt 16 993 Personen arbeitslos gemeldet, 1220 beziehungsweise 7,7 Prozent mehr als im März. Die Zahlen im Vorjahresvergleich (2508 Personen bzw. 17,3 Prozent) sind gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt mit 6,8 Prozent um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau (2019: 5,9 Prozent).
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im April 7801 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl um 6,5 Prozent beziehungsweise 479 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist sie um 36,4 Prozent oder 2083 Personen gestiegen.
Insgesamt 6584 Personen erhielten im April 2020 Arbeitslosengeld; 1597 mehr als vor einem Jahr.
