WITTMUND - Als die Sielacht mit den Arbeiten am Zuggraben in Hohebier begann, war nicht klar, vor welchen Herausforderungen sie noch stehen sollte. 'Das war wie ein Schatz, den wir dort ausgegraben haben, aber im negativen Sinne', erklärt Obersielrichter Enno Ommen.

Denn als die maroden Verrohungen freigelegt werden sollten, stießen die Arbeiter zunächst auf eine dicke Betonschicht. 'Das verzögerte natürlich die ganze Maßnahme, musste der Beton doch erst aufgestemmt und abtransportiert werden', sagt der Geschäftsführer der Sielacht, Johan Schildt.

Im Rahmen der Verbesserung des ökologischen Zustandes der Gewässer war geplant, eine rund 340 Meter lange Verrohrung im Gewässer II. Ordnung, den Zuggraben Hohebier, in ein offenes Gewässer umzubauen. Auf Grund von Schäden an der aus den 1970-er Jahren bestehenden Betonverrohrung, bestand dringender Handlungsbedarf. Denn dort wird der gesamte westliche Stadtbereich bis hin zu den Gewerbebetrieben Busreisen Janssen, Erdbeerhof und andere entwässert, erklärte Schildt. Im Vorfeld wurden durch einen Gutachter die Bodenverhältnisse untersucht und die Bauweise festgelegt.

Zwei Jahre dauerte die gesamte Maßnahme, die nun abgeschlossen ist. Jetzt kann bei großen Regenmengen das Wasser durch den Graben ungehindert ablaufen und in der Harle münden. Finanzieren musste die Arbeiten die Sielacht selbst, das schlug mit knapp 400 000 Euro zu Buche.

'Aber jetzt ist ein richtig schönes Biotop entstanden die Flächen drumherum sind bereits wieder begrünt', sagt Johann Schildt.

Inga Mennen
Inga Mennen Thementeam Soziales