Wittmund - Für das Team des Naturschutzhofes im Wittmunder Wald war es Neuland, das mit dem Bildungsangebot eines Wald-Vormittages für zwei Leistungskurse der Kooperativen Gesamtschule Wittmund (KGS) betreten wurde. Da der Wald zu einem Thema der Abiturprüfungen im Jahr 2021 werden kann, war es eine gute Idee, den Unterricht für die beiden Bio-Leistungskurse der zwölften Klassen der KGS um eine praktische Komponente zu erweitern.
„Sehr wichtig ist es, dass bei unseren Schülerinnen und Schülern Bilder im Kopf entstehen, wenn es um die manchmal nicht leicht zu durchschauenden Zusammenhänge und Entwicklungen in Wald-Ökosystemen geht“, erläuterte Ute Höfer. Sie und ihre Kollegin Elena Vetter leiten die beiden Bio-Leistungskurse an der KGS und freuten sich, dass sie jetzt zusammen mit den gut zwei Dutzend Kursteilnehmern in den Wittmunder Wald kommen konnten.
Insgesamt vier Stationen hatten Dr. Johanna Umbach, Nicole Janssen und Linda Weeke vom Naturschutzhof sorgfältig im umgebenden Wald vorbereitet. „Stationsschwerpunkte sind die Umweltfaktoren Licht, die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald, der Boden als Standortfaktor sowie Waldentwicklung und Konkurrenzverhältnisse zwischen Bäumen“ nannte Naturschutzhofleiterin Dr. Johanna Umbach die recht anspruchsvollen Themen, die die Schülerinnen und Schüler draußen geboten bekamen und bearbeiten sollten.
Das Aufnehmen von Informationen und das selbstständige Bestimmen von Pflanzen, Bodenprobenentnahme, Beschreiben von Situationen und das Prognostizieren von Waldentwicklungen war für die Teilnehmer nicht immer einfach. Auch die jeweilige Stationsleitung war anspruchsvoll, deshalb hatte sich der Naturschutzhof mit den zwei Umweltbildungsexpertinnen Christa Mann und Gudrun Messner noch auswärtige Unterstützung für die Veranstaltung geholt.
Am Ende des lehrreichen, praxisorientierten Vormittages gab es ein positives Resümee durch die Schülerinnen und Schüler der Bio-Leistungskurse, die Lehrkräfte und das Naturschutzhof-Team. Die Zufriedenheit mit Vorbereitung, Umsetzung und Lernerfolg war groß.
Ein einziger, eher kleiner Wermutstropfen war, dass Mücken ab und zu die Aufmerksamkeit störten. Sie waren an diesem Waldtag recht aktiv und hungrig, und sie respektierten nicht immer das Mückenspray.
