Wittmund - Der Abschluss der Ausbauarbeiten schneller Internetanschlüsse für Tausende von Haushalten im Landkreis Wittmund ist größtenteils abgeschlossen. Die letzten noch ausstehenden Arbeiten werden bis März beziehungsweise Ende Juli 2020 fertiggestellt. Das schreibt die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung. Der Landkreis hatte die EWE im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung mit dem geförderten Ausbau im Landkreis Wittmund beauftragt.
Bisher 1429 Anschlüsse
Laut EWE TEL wurden von den vom Landkreis Wittmund beauftragten 39 Verzweiger-Standorten bisher 35 fertiggestellt. Zwei noch fehlende Knotenpunkte im Telekommunikationsnetz, sogenannte Kabelverzweiger, werden Anfang März von der Telekom bereitgestellt und dann in Betrieb genommen. Die letzten zwei Kabelverzweiger folgen dann Ende Juli. Unterm Strich bedeutet das zum Stichtag 10. März eine 93-prozentige Fertigstellung der FTTC-Ausbaugebiete im Kreisgebiet (FTTC=Fiber to the curb/ Glasfaser bis zur Bordsteinkante).
Von den 36 beauftragten Ausbaugebieten (Glasfaser bis ins Haus) sind bisher 25 abgeschlossen. Die restlichen elf haben inzwischen einen Fertigstellungsgrad zwischen 50 und 98 Prozent erreicht, so der Landkreis. In Summe bedeutet dies einen Fertigstellungsgrad von 94 Prozent. Darin ist die Ausstattung von fünf Schulen und vier Gewerbegebieten enthalten. Von den 1483 beauftragten Hausanschlüssen wurden bis heute 1429 fertiggestellt. Damit das Breitbandprojekt des Landkreises erfolgreich beendet werden kann, ist EWE NETZ weiterhin mit sieben Tiefbaufirmen parallel in den Ausbaugebieten unterwegs.
Zweiter Bauabschnitt
Die 165 Kilometer Verteilnetz sind bereits annähernd komplett verlegt. Wegen des lang anhaltenden Regens musste der Ausbauzeitraum einmal verlängert werden. „Auch wenn wir die letzten noch ausstehenden Arbeiten noch abwarten müssen, sind wir froh, dass unser erstes großes Förderverfahren zum Ausbau mit schnellem Internet im Landkreis Wittmund nun bald abgeschlossen sein wird“, so Landrat Holger Heymann, und:. „Die Versorgung der Bürger ist für uns sehr wichtig, und gleichzeitig sind wir uns darüber bewusst, dass noch lange nicht alle Haushalte im Landkreis profitieren können. Aus diesem Grund läuft zurzeit bereits ein weiteres Förderverfahren, mit dem wir noch viele weitere Haushalte einbeziehen werden.“
Hierfür hat die Kreisverwaltung Wittmund entsprechende Förderanträge bei den Projektträgern des Bundes und des Landes eingereicht und bereitet derzeit das Vergabeverfahren zur Auswahl eines Telekommunikationsunternehmens, das den Ausbau durchführen soll, vor. Wie viele Adressen tatsächlich vom zweiten Ausbauprojekt profitieren werden, das hänge maßgeblich von den Ergebnissen der Ausschreibung ab und könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilt werden.
Ziel des Ausbaus sei die wirtschaftliche Erschließung von unterversorgten Gebieten durch ein nachhaltiges sowie zukunfts- und hochleistungsfähiges Breitbandnetz. Dafür hat der Landkreis Wittmund verschiedene Fördermittel beantragt. Die Gesamtinvestitionen für den Ausbau betragen rund 9,5 Millionen Euro. Davon werden vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur rund 2,7 Millionen Euro gefördert. Für weitere rund zwei Millionen Euro kommt das Land Niedersachsen auf. Den Rest tragen der Landkreis und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden.
