Wittmund - Sowohl die CDU/FDP-Gruppe im Kreistag als auch die Grünen (siehe Bericht auf dieser Seite) haben die Kritik der SPD in der Diskussion um das Leitbild für den Landkreis Wittmund zurückgewiesen und sich enttäuscht über das Verhalten der Sozialdemokraten gezeigt. SPD-Kreisfraktionsvorsitzender Heinz Buss und Kreisvorsitzender Eike Cornelius hatten in einer Pressemitteilung moniert, dass sich die anderen Fraktionen im Kreistag kritisch zum Leitbild ausgesprochen hätten, Man müsse mit mehr Elan und Optimismus an die Sache herangehen, so die SPD.
Arthur Engelbrecht, Kreisfraktionschef der CDU, kann die Kritik nicht nachvollziehen. „Ich habe als Fraktionsvorsitzender die Erstellung des Leitbildes (etwa zwei Jahre) mit Heinz Buss auf Augenhöhe begleitet.“ Gemeinsam mit der Beratungsfirma CIMA und der Kreisverwaltung habe man das Konzept erarbeitet.
Vorschlag, einmal im Jahr über Erfolge berichten
Sicherlich habe es anfangs kritische Stimmen zum Leitbilds gegeben, „aber nicht nur aus der CDU/FDP-Gruppe, sondern auch aus der SPD, da könnte ich einige Namen nennen. Kritische Stimmen sind auch noch heute aus dem Kreistag zu hören, egal welcher Couleur auch immer“, so Engelbrecht. Seine Fraktionskollegen Hendrik Schultz, Jürgen Peters und er selbst hätten im Kreistag schon Ideen vorgeschlagen, wie man mit den Themen im Leitbild umgehen sollte. „Es wurde sogar von uns vorgeschlagen, einmal im Jahr über die Erfolge aus dem Leitbild zu berichten“, so Engelbrecht. Dazu habe man auch einiges in der Presse nachlesen können.
Engelbrecht: „SPD-Kreisvorsitzender Eike Cornelius hat dieses wohl nicht gelesen. Wäre er in der Kreistagssitzung gewesen, so hätte er unsere Wortmeldung wohltuend aufnehmen können.“
Der Begriff „Wohlfühllandkreis“ stamme aus dem Vorbericht des Landrates im Kreistag. Auch er – Engelbrecht – habe im Auftrag der CDU/FDP-Fraktion gesagt, „dass wir uns sehr wohl fühlen in unserem schönen Landkreis“. Mit dem Begriff des Landrates brauche er sich dennoch nicht zu schmücken, so Engelbrecht und; „Die SPD-Spitze möchte aber dem Wortbeitrag des Landrates nacheifern.“ Verwundert habe ihn auch die Aussage der SPD-Spitze, wonach der „Niedersächsische Weg“ ein Schritt in die richtige Richtung sei. In einer Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses habe die Meinung der Gruppe Rot-Grün-Plus ganz anders ausgesehen.
Alle Kreistagsabgeordneten sollten hinter den Landwirtschaft stehen
Naturschutz gehe nicht ohne Landwirtschaft, davon rede die CDU/FDP-Gruppe schon lange. Die Landwirtschaft als einer der größten Wirtschaftsfaktoren im Landkreis sei auch im Leitbild etabliert und werde die Gremien in den nächsten Jahren sicherlich noch beschäftigen. Hinter der Landwirtschaft sollten alle Kreistagsabgeordneten stehen, „hier müssen wir gemeinsam gestalten“, so Engelbrecht. Ein wesentlicher Bestandteil werde dabei die Neuaufstellung des Raumordnungsprogrammes sein. „Die Landwirtschaft ist eine der prägendsten Raum- und Flächennutzer im Landkreis und so sollte es auch bleiben“, schreibt Engelbrecht.
Die CDU/FDP-Gruppe werde sich mit dem Leitbild in regelmäßigen Abständen befassen. Sei es die Landwirtschaft, Fischerei, Tourismus, Straßen- und Wegebau, Schulen, Krankenhaus usw. „Damit der Landkreis auch in den nächsten Jahrzehnten gut aufgestellt ist; wenn wir uns weiter in unserem schönen Landkreis wohlfühlen wollen, sind alle Themen aus dem Leitbild wichtig.“ Das Leitbild werde nicht in der Schublade liegen bleiben. Engelbrecht: „Dafür werden wir sorgen. Ich hoffe, dass der gesamte Kreistag so denkt.“
