Wittmund - Aufmerksame Passanten haben es bemerkt: Auf dem Lidl-Grundstück an der Finkenburgstraße in Wittmund sind die alten Gebäude eingezäunt worden. „Sie werden für den Abriss vorbereitet – die Arbeiten sollen in wenigen Wochen beginnen, das hat mir der Konzern mitgeteilt“, so Bürgermeister Rolf Claußen am Mittwoch auf Anfrage.
Schon seit Langem ist die Absicht bekannt, dass Lidl seinen Markt an der Stelle erneuern und vergrößern möchte. Nach langer Verzögerung – etwa durch Nachbesserungen im Bebauungsplan – scheint das Vorhaben nun in die Umsetzung zu gehen.
Das alte Gebäude der Energiegenossenschaft Wittmund direkt am Minikreisel sowie das der früheren Gaststätte „Ostfriesischer Hof“ (später Restaurant, Blumenhandel, Kunsthandwerk) müssen dafür abgerissen werden. Das soll nach Angaben des Konzerns noch in diesem Jahr geschehen. Der Lidl-Markt will von jetzt rund 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche auf bis zu 1400 Quadratmetern vergrößern und sein modernes Ladenkonzept umsetzen.
Dafür braucht man mehr Platz, auch weil die Zahl der Pkw-Stellplätze von jetzt etwa 70 verdoppelt werden soll. Auch die Zu- und Ausfahrt wird neu geregelt: Fahrzeuge können künftig nur noch von der Finkenburgstraße auf den Parkplatz gelangen und müssen dann über die Ostlandstraße wieder ausfahren.
Die beiden Gebäude, die jetzt abgerissen werden sollen, stehen bereits seit längerer Zeit leer. Zuletzt hatten sich die Arbeiten auf dem Areal verzögert, weil der Bebauungsplan noch ergänzt beziehungsweise geändert werden musste. Das hat der Stadtrat am Dienstagabend erledigt. Unter anderem ging es darum, dass die Lohne zur Fußgängerzone (Brückstraße) hin erhalten bleiben soll.
Anfang kommenden Jahres will Lidl dann sein konkretes Bauvorhaben für Wittmund vorstellen.
Noch keinen neuen Sachstand gibt es hingegen zu den Plänen für das Grundstück an der Esenser Straße (ehemaliges Toom-Gelände).
