Wittmund - Die Energiegenossenschaft Wittmund (EG) will die heimische Wirtschaft in Zeiten der Coronakrise finanziell entlasten. Wie das Unternehmen mitteilt, können alle gewerblichen Kunden für die Zeit der Krise die monatlichen Abschläge für Strom um die Hälfte reduzieren. „Gerade in Krisenzeiten muss der Genossenschaftsgedanke tragen: Einer für alle – alle für einen“, sagt EG-Vorstandsvorsitzende Helga Schüler.
Die Energiegenossenschaft beliefert rund 400 Gewerbetreibende mit Strom. Wie alle Kunden müssen sie einen monatlichen Abschlag für Strom bezahlen, der sich – je nach Größe des Unternehmens – zwischen 100 und 1800 Euro bewegen kann. Weil aber zurzeit viele Läden, Restaurants und Hotels wegen der Coronakrise geschlossen sind, kommen kaum Einnahmen herein, die Kosten laufen aber weiter. Schüler: „Wir wollen mit der Halbierung des monatlichen Abschlags auch eine Liquiditätshilfe geben.“ Ziel sei es, die momentanen Belastungen für die Gewerbebetriebe zu reduzieren, so Schüler.
Der Gedanke sei ihr gekommen, als sie kürzlich durch die Wittmunder Innenstadt gelaufen ist und die vielen geschlossenen Geschäfte sah, berichtet Helga Schüler. Der Vorstand der Energiegenossenschaft habe sich einmütig für die 50-prozentige Kürzung der Abschläge ausgesprochen. Das Kundencenter der EG am Markt in Wittmund ist zwar seit dem 16. März für den Publikumsverkehr geschlossen, bleibt aber telefonisch (
Von Einschränkungen und Schließungen betroffene Unternehmen können sich über folgende E-Mail-Adresse direkt an die Energiegenossenschaft wenden:
