Wittmund - „Wir vermissen in diesem Jahr unsere Drehorgler“, bedauert Bernd Presser. Der Organisationsleiter des Drehorgelfestivals, das in jedem Jahr im Rahmen des Wittmunder Letztmarktes auf die Beine gestellt wird, weiß, wie traurig auch die beteiligten Musiker ob der coronabedingten Absage der Veranstaltung sind. „Jedoch machen einige der Drehorgler stattdessen einfach Urlaub in Wittmund“, sagt Presser, der auch betont, dass sich die Festivalteilnehmer das Letztmarkt-Wochenende eh immer frei halten würden, um in der Harlestadt für Stimmung zu sorgen.
In jedem Jahr sammeln die Drehorgler, von denen einige auch aus dem Ausland kommen, im Rahmen des Festivals und des auftaktbildenden Kirchenkonzerts Spenden für die Aktion „Weihnachtspäckchen“, die seit mehr als drei Jahrzehnten vom Kirchenvorstand und vom Diakonieausschuss organisiert wird. Doch, dass das Drehorgelfestival und der Letztmarkt in diesem Jahr ausfallen, muss niemanden davon abhalten, trotzdem für die unterstützenswerte Aktion zu spenden. Eva Meister, Kirchenvorstandsvorsitzende, und Küster Werner Semmler freuen sich nämlich, dass die Werbegemeinschaft ProWittmund, Susanne Altmann-Rommel und Schausteller Jonny Eden eine Ersatz-Veranstaltung auf die Beine stellen, bei der ebenfalls Geld für die „Weihnachtspäckchen“ gesammelt werden kann. Unter dem Motto „Wittmund erleben“ werden vom kommenden Donnerstag, 29. Oktober, bis zum Sonntag, 1. November, dezentral platzierte Verkaufsbuden und ein Karussell den „Pudding“ bevölkern. Zudem öffnen an dem Sonntag die Geschäfte in der Innenstadt und es gibt einen Kunsthandwerkermarkt auf der Grünfläche an der Norder Straße.
