WITTMUND - Ab dem Sommer 2013 sollen alle Grundschulen in der Stadt Wittmund den Ganztagsbetrieb einführen. Das ist das Ziel von Rat und Verwaltung, die im Fachausschuss jetzt die Weichen dafür stellten. Zunächst sollen dafür in einem ersten Schritt zunächst 50 000 Euro in den Haushalt fließen. Insgesamt – so hat es die Stadt ausgerechnet – fallen für alle vier Grundschulen rund 665 000 Euro an Bau- und Planungskosten an.
Das Startsignal war den Kommunalpolitikern wichtig. 'Die KGS stellt bald um, wir schaffen zudem die notwendigen Kita-Plätze. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, auch die Grundschulen umzustellen', meinte Dirk Gronewold (CDU). Seine Partei hatte einen Antrag zu dem Thema im Fachausschuss eingebracht. 'Es kristallisiert sich immer stärker heraus, dass die klassische Vormittagsbeschulung den heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden kann', heißt es in dem Papier. Insgesamt ändere sich der Schulrhythmus. Auch Fragen nach einer ausreichenden Mittagsversorgung der Kinder rückten in den Mittelpunkt.
Das CDU-Papier basiere auf einen früheren SPD-Antrag, betonte Gronewold. Bei diesem Thema gebe es keinen Dissens, ergänzte SPD-Mann Heinz Buss. 'Fraktionsübergreifend wollen wir den Lückenschluss und die Ganztagsschule im Primarbereich anbieten.' Hierfür plädierte auch Christiane Lux-Hartig. Man brauche jetzt verlässliche Bedarfszahlen
Die Stadt Wittmund hat sich grundsätzlich für die Einführung des Ganztagsbetriebs an den vier Grundschul-Standorten Wittmund, Carolinensiel, Leerhafe und Ardorf ausgesprochen. Erste bauliche Maßnahmen (vorwiegend Toilettenanlagen) sind umgesetzt worden. In den weiteren Schritten soll nun eine Arbeitsgruppe der Schulleiter einbezogen werden. Auch Vereine, Verbände und andere Organisationen werden intensiv beteiligt. Man setze von Anfang an auf Transparenz, so Finanzchef Dietmar Müller.
