WITTMUND - Etwa 200 Bewirtschafter von Futterbaubetrieben folgten am Mittwochvormittag der Einladung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zum 66. Grünlandtag. Wie immer ging es in den Vorträgen um Strategien für eine effiziente Grundfuttergewinnung, die wiederum für Rindviehhalter zu einer Verbesserung der Betriebsergebnisse führt. Durch qualitativ hochwertiges Grundfutter lassen sich Kraftfutterkosten senken und das Tierwohl steigern.

Nach der Begrüßung der Experten und Praktiker durch den Präsidenten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gerhard Schwetje, wurde diesmal die sich auch in Ostfriesland auf dem Rückgang befindende Weidehaltung der Milchkühe thematisiert. Doch Dr. Jürgen Müller von der Universität Rostock verdeutlichte in seinem Vortrag, dass Weidehaltungssysteme bedingt durch die Milchpreiskrise der vergangenen Jahre wieder verstärkt in den Fokus des Interesses geraten seien. Denn hier lasse sich günstiger Futter erzeugen als durch mehrmalige Grasschnitte, verbunden mit aufwendigen Fütterungssystemen bei der Ganzjahresstallhaltung. Einige entscheidende Nachteile der Weidehaltung hätte allerdings zu ihrem Nischendasein geführt.

Eike Ulken von der Molkerei Ammerland informierte über das Weidemilchprogramm seines Unternehmens, an dem sich Milcherzeuger seit 2011 beteiligen können. Wie gewohnt begann der Grünlandtag mit der Ehrung der Sieger des Silagewettbewerbs 2017 durch Dr. Christine Kalzendorf, Fachreferentin für Grünland.