Wittmund - Für über 70-Jährige und Immunschwache stehen die sogenannten Booster-Impfungen gegen Covid-19 an. Um die Hausärzte zu entlasten, setzt der Landkreis Wittmund jetzt ein Impfmobil ein. Das Gesundheitsamt des Landkreises arbeitet dabei eng mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Wittmund zusammen.
„Das Mobil wird zuerst für die Booster-Impfungen in Alten- und Pflegeheimen eingesetzt“, sagt Landrat Holger Heymann. Wie viele Menschen eine Auffrischung bräuchten, sei schwer einzuschätzen, weil auch die Hausärzte impfen. Neben den Senioreneinrichtungen würden als nächstes Schulen im Kreisgebiet gefragt, ob dort Bedarf für weitere Impfungen ist.
Für 7500 Euro umgebaut
„Für das Impfmobil haben wir drei Ärzte fest eingeplant und drei weitere können einspringen“, sagt Hans-Günther Kirchhoff, Geschäftsführer des DRK Wittmund. Dazu kommen weitere 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Regelfall seien dann jeweils acht Mitarbeiter und ein Arzt mit dem Impfmobil unterwegs. Das Fahrzeug war Teil des DRK-Fuhrparks und wurde für rund 7500 Euro zum Impfmobil umgebaut. Die Sitze wurden ausgebaut, im Inneren sind zwei Arbeitsplätze und eine Liege. Geimpft werde mit dem Impfstoff des Herstellers Biontech.
„Wir können den Einsatz des mobilen Impfteams erweitern. Dafür brauchen wir aber den Auftrag des Landes Niedersachsen“, sagt Peter Elster, Leiter des Wittmunder Gesundheitsamtes. Sollte das beschlossen werden, sei der Landkreis sofort in der Lage zu reagieren und den Einsatz zu erweitern, sagt Kreissprecher Ralf Klöker.
Vielleicht ergebe sich Heymann zufolge so die Möglichkeit, niedrigschwellige Angebote an Orten zu machen, wo die Impfbereitschaft bislang gering ist.
