WITTMUND - Die Qualität der Integration von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf in den Wittmunder Kindergärten ist hoch. Hella Kerls, Leiterin des Fachdiensts für Kindergärten, Jugend- und Kulturangelegenheiten der Stadt Wittmund, erklärt: 'In Wittmund gibt es insgesamt fünf Integrationsgruppen.' Dazu gehören eine Gruppe im Kindergarten St. Nicolai im Blumenweg, eine im evangelisch-lutherischen Kindergarten in der Goethestraße, eine weitere im Blersumer Kindergarten 'Dree Klör' sowie zwei im Kindergarten 'Klabauter' in Carolinensiel.

Um jeweils 18 Kindergartenkinder in den Integrationsgruppen kümmern sich drei pädagogische Fachkräfte. Nur ein Teil der Kinder innerhalb der Gruppen haben Förderbedarf. Behinderungen ganz unterschiedlicher Art finden sich bei den Mädchen und Jungen, die Integrationsbedarf haben. Häufig geht es um Sprachauffälligkeiten oder Entwicklungsverzögerungen. Der vorurteilslose Umgang mit Gleichaltrigen bei gemeinsamer Betreuung ist dabei besonders wichtig.

18 Kinder sind in der Schmetterlingsgruppe des St.-Nicolai-Kindergartens im Blumenweg. Angelika Heeren, Erzieherin, Inka Harms, Heilpädagogin sowie Gabi Remmers, Kinderpflegerin, kümmern sich um die lebendige Gruppe. Einmal in der Woche besucht die Musikkraft Marta Berchner die Kinder und vermittelt in 90 Minuten musikalisches Grundwissen.

Nun luden die Schmetterlinge zum Café. Die Drei- bis Sechsjährigen zeigten den begeisterten Mütter und Vätern ihr erlerntes Musikprogramm. Es wurde gesungen, getanzt, geklatscht, gehüpft, mit Instrumenten musiziert und sich zur Musik bewegt. Der ganze Körper und alle Sinne werden so angesprochen. 'Konzentration und Reaktion werden gefördert', erläutert die Musikkraft. Musik kann als therapeutische Funktion angewandt werden. So werden kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten im psychomotorischen Bereich erlernt, die auch für andere Lebensbereiche nützlich sind.