WITTMUND - Der Landkreis Wittmund will sich weiter selbst darum bemühen, die ambulante ärztliche Versorgung in der Region zu verbessern. Gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten soll deshalb die Verbundweiterbildung Allgemeinmedizin auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden. 'Wir haben weiter das Problem, die Praxen zu besetzen.' Mit der Verbundweiterbildung könne man hier effektiv eingreifen, indem man junge Ärzte vor Ort weiterbilde und eventuell im Landkreis halte.
Das Krankenhaus Wittmund beteiligt sich gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten an dem Projekt. Vor diesem Hintergrund wurden in der Klinik eigens zwei Arztstellen zusätzlich geschaffen. Derzeit sind nach Angaben der Kreisverwaltung zwei junge Ärztinnen im Krankenhaus für die klinische Ausbildung tätig. Die Personalkosten dafür sind nicht über das Budget der Klinik abgedeckt, deshalb musste der Haushaltsausschuss jetzt zusätzliches Geld aus dem Kreisetat bewilligen.
'Die Sache läuft sehr gut, zurzeit haben wir zwei Bewerber', sagte Köring. Die Politik müsse jetzt ein eindeutiges Signal aussenden, dass sie an der Verbundweiterbildung festhalten wolle. Die Kreistagsabgeordnete Birgit Becker (CDU) sagte: 'Ich als Ortsvorsteherin von Wittmund bin sehr, sehr dankbar, dass es dieses gute Konzept gibt. Wir sollten es weiter finanzieren.' Das sahen die anderen Ausschussmitglieder genauso. Der Landkreis beteiligt ich mit 98 000 Euro pro Jahr an der Verbundweiterbildung.
Ebenso einig war man sich darin, dass sich der Landkreis weiter finanziell in die 'European Medical School Oldenburg-Groningen' (EMS) einbringt. Die Universitäten Oldenburg und Groningen haben gemeinsam 40 Medizin-Studienplätze geschaffen. An der EMS soll jetzt eine Stiftungsprofessur eingerichtet werden. Dafür sind 500 000 Euro erforderlich, verteilt auf fünf Jahre. Die Kommunen beteiligen sich an diesen Kosten. Der Landkreis Wittmund soll mit 50 000 Euro dabei sein, empfahl der Ausschuss.
