Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Hitzewelle in der Coronakrise Maskenpflicht während der Hitze ist für Servicepersonal eine Herausforderung

Kim Hibbeler

Wittmund - Bei jeder Bewegung treibt es einem den Schweiß auf die Stirn. In der Sonne ist es kaum auszuhalten. Was erfrischt da besser als ein kühles Eis? Beim Besuch in der Eisdiele oder im Restaurant herrscht für Gäste Maskenpflicht bis sie auf ihrem Platz sitzen. Aber auch das Servicepersonal muss eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und das oft den ganzen Tag.

„Wir tragen die Masken bei jedem Kontakt mit dem Gast, auch wenn wir hinter der Theke eigentlich genug Abstand halten können“, sagt Peter Valentin, Besitzer von zwei Eiscafés in Carolinsensiel. Ihm ist es wichtig, dass trotz der Hitze alle Hygieneregeln so gut wie möglich eingehalten werden.

Doch bei mehr als 30 Grad draußen und oftmals mehr als 40 in der Spülküche fällt das nicht immer leicht. „Das Tragen der Maske ist schon eine Belastung und nach einigen Stunden merkt man, dass die Konzentration nachlässt. Das Abzählen des Wechselgeldes oder Einprägen der Bestellungen fällt dann zunehmend schwerer“, sagt Valentin.

Hinzu kommen die extra Laufwege, die das Servicepersonal aufgrund der Datenregistrierung zurücklegen muss. Das sei ein erheblicher Zeitaufwand, an den man sich erst einmal gewöhnen muss. Jeder Tisch muss jetzt doppelt so oft wie bisher betreut werden.

Das macht es schwierig, regelmäßige Pausen ein zulegen, in denen die Maske abgenommen und einmal durchgeatmet werden kann. Doch Peter Valentin sieht in all dem auch etwas Gutes. Das schöne Wetter hat viele Urlauber, die nicht ins Ausland reisen möchten, in die Region gebracht.

„Wir hatten direkt mit der Eröffnung eine Auslastung wie sonst nur in der Hauptsaison,“ berichtet der Inhaber des Eisstübchens. Und auch seine Gäste seien sehr verständnisvoll was die Hygieneregeln betrifft. „Es kommt sehr selten vor, dass wir Gäste auf das Tragen der Maske, wenn sie zum Beispiel zur Toilette gehen, aufmerksam machen müssen“, erzählt er.

Valentin fällt es schwer, sein Personal in Bezug auf das Maskentragen zu entlasten. Anders als im Einzelhandel sei es leider nicht möglich, dass nur die Gäste eine Maske tragen. Schließlich müssen die ja die Möglichkeit haben, zu essen und zu trinken.

Die Akzeptanz ist groß

Im Harle Stübchen in Wittmund haben Inhaber Lars Kröger und seine Lebensgefährtin Yvonne Balter ähnliche Erfahrungen gemacht. Auch hier ist das Tragen der Maske für das vierköpfige Servicepersonal natürlich Pflicht. „Wenn wir die Maske hinter der Bar einmal abnehmen können, ist das wirklich eine Erleichterung“, berichtet Yvonne Balter.

Obwohl sich Kröger und sein Serviceteam über die große Akzeptanz der Gäste freuen, gab es auch einige Ausnahmen. „Hin und wieder kommt es schon vor, dass ein Gast keine Maske aufsetzen möchte. Dann weisen wir ihn freundlich darauf hin oder bitten ihn, sich draußen einen Platz zu suchen“, sagt Kröger. Denn dort sei es für Gäste auch möglich, ohne Maske Platz zu nehmen.

Auch unter dem Servicepersonal versucht der Gastronom die Abstandsregeln so gut wie möglich einzuhalten. „Meistens arbeitet eine Person hinter der Theke und eine weitere im Gastraum“, berichtet er. Trotz weniger Gäste hat das Personal im Harle Stübchen viel zu tun. „Das Desinfizieren der Tische und Aufnehmen der Daten ist natürlich sehr aufwendig, aber die Gesetze müssen umgesetzt werden“, berichtet der Besitzer der Gaststätte.

Dennoch wünschen sich Lars Kröger und Peter Valentin, dass bald wieder Normalität in ihre Betriebe einkehrt. Obwohl beide Gastronomen sich mit den aktuellen Regeln gut arrangiert haben, freuen sie sich darauf, ihre Gäste bald wieder mit einem Lächeln begrüßen zu dürfen.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Haben das Demokratiefest am 11. Mai in Schortens aus Sicherheitsgründen abgesagt: die Veranstalter (von links) Detlef Kasig, Axel Homfeldt und Wolfgang Ottens.

SICHERHEITSGRÜNDE Veranstalter sagen Fest für Demokratie in Schortens ab

Jever
Da hofften sie noch auf ein buntes Familienfest (von links): die Initiatoren von „Rock durch die Mitte“ Detlef Kasig (SPD), Axel Homfeldt (CDU) und Wolfgang Ottens (Grüne).

DEMOKRATIE-FEST IN SCHORTENS ABGESAGT Initiatoren sehen Sicherheit am 11. Mai gefährdet

Jeversches Wochenblatt
Schortens
Mit der Legalisierung von Cannabis für Erwachsene wird auch Jugendlichen suggeriert, dass Kiffen in Ordnung ist.

DROGENKONSUM BEI JUGENDLICHEN Die Reifung von Hirn und Emotionen bleibt beim Kiffen auf der Strecke

Anja Biewald
Oldenburg
Die Baskets Oldenburg um Alen Pjanic (links) können in der Tabelle klettern. Vechta und Wes Iwundu fehlen noch ein Sieg im Playoff-Rennen.

ZWEI SPIELTAGE VOR ENDE DER HAUPTRUNDE Das ist für Baskets Oldenburg und Rasta Vechta noch drin

Niklas Benter
Oldenburg
Der Herr der Zahlen bei Kickers Emden: Steuerberater und Vorsitzender Hendrik Poppinga.

WEGWEISENDE VERSAMMLUNG Wichtiges Zukunfts-Votum bei Kickers Emden – Mitglieder kommen Ende Mai zusammen

Lars Möller
Emden