WITTMUND - Was eigentlich völlig normal sein sollte, nämlich morgens aufzustehen und als Kind oder Jugendlicher zur Schule zu gehen, ist nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Seit sechs Jahren und intensiv seit drei Jahren kümmert sich der Präventionsrat im Harlingerland um die sogenannten Schulvermeider. Für dieses Projekt wurden dem Geschäftsführer des Präventionsrates, Stephan Zwerg, nun 2000 Euro aus dem Erlös der Fundsachenversteigerung aus dem Bürgermarkt, dessen Schirmherr er 2016 war, übergeben.
50 bis 60 Heranwachsende aus dem Landkreis Wittmund, die nicht zur Schule gehen, begleitet der Präventionsrat. 'Die Gründe, warum sie die Schule meiden, sind ganz unterschiedlich', erklärte gestern Stephan Zwerg. Manchmal seien psychische Erkrankungen, aber auch Mobbing, Sucht oder familiäre Probleme der Auslöser dafür, dass die Kinder nicht zur Schule gehen. '82 Prozent der Schulvermeider im Landkreis finden sich auch in unserer Kriminalstatistik wieder', erklärte Zwerg, der Leiter des Wittmunder Polizeikommissariates ist.
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