WITTMUND - Fast drei Jahre haben sie gedauert, die Arbeiten zum Polderbau in Mosewarfen. Nun gab es bereits einen Probelauf. 'Alles läuft einwandfrei', sagte Obersielrichter Enno Ommen und so wird im nächsten Monat wohl die Abnahme erfolgen. Das berichtete Ommen auch den Mitgliedern auf der Ausschuss- und Vorstandssitzung der Sielacht.
Der Polder ist ein Schutz vor Überflutung und würde zum Einsatz kommen, wenn es wie im Jahr 2017 zu immensen Niederschlägen kommt. 'Durch den vielen Regen mussten wir 1423 Stunden im Schöpfwerk Harlesiel pumpen', erklärte Ommen. Das führte für die Sielacht zu Kosten von 105.500 Euro, die erst im vergangenen Jahr abgerechnet wurden. Dafür sparte der Verband durch den heißen Sommer allerhand Stromkosten ein, denn was nicht da war, konnte auch nicht gepumpt werden. Das Wasser fehlte in den Gräben und auf den Ländereien. Es habe stetig die Gefahr bestanden, dass das Wasser umkippen würde. Dies sei aber nicht passiert.
Derzeit ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz dabei, ein Gutachten für das Schöpfwerk Harlesiel zu erstellen. Grund dafür sind die Arbeiten an der Deicherhöhung, die, wie berichtet, fast bis beim Schöpfwerk angekommen ist.
