WITTMUND - Mit ganz viel Eifer sind Fiete Meyer und sein Freund Joshua Ring dabei, aufzuschreiben, was man bei der Überwachung des Trinkwassers zu beachten hat. Am Donnerstag waren die beiden 13-Jährigen aus der Klasse R 7 c mit anderen Jugendlichen dabei, das Projekt 'Euro Water – Wasser, das Lebensmittel Nummer eins' an der Wittmunder KGS vorzubereiten. Zu Gast waren nämlich Schüler aus Lehrer aus Spanien, Polen, den Niederlanden, Dänemark, Altenburg in Thüringen, Quakenbrück und Großefehn.

Die Schüler des europäischen Schüleraustausches setzen sich bei der Vorbereitung und Durchführung eines Unterrichtsprojektes über zwei Jahre zum Thema 'Wasser in Europa' mit den gesetzlichen Verpflichtungen, Qualitätsnormen und Überwachungs- und Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der Trinkwasserqualität auseinander. Sie überprüfen hierbei, in welcher Weise die europaweite Umsetzung der EU-Richtlinien gelingt. 'Wir haben für zwei Jahre die Förderung durch das Lifelong Learning Programm Comenius Partnerschaften erhalten', sagt Dagmar Lotz-Arkenau, die zusammen mit Rüdiger Stenzel das Projekt an der KGS koordiniert.

Aus den Anforderungen ergibt sich die Leitfrage des Unterrichtsprojektes: 'Wie rein ist das Trinkwasser in der Region der jeweiligen Partnerschulen?'

In dieser Woche werden die Schüler- und die Lehrerdelegation über das Gesamtprojekt informiert, die EU-Richtlinien werden erarbeitet und das Unterrichtsprojekt erklärt. Im ersten Teil des Projektes arbeiten die Jugendlichen, die alle 13 und 14 Jahre alt sind, theoretisch am Thema. Sie haben zu möglichen Ursachen der Verunreinigung, die zu einer Konzentration von Organismen, Stoffen und Strahlungswerten führen, Informationen gesammelt. Ihre Resultate präsentieren sie regelmäßig in englischer Sprache auf der Homepage. Auf diese Weise findet ein reger Austausch der beteiligten Partnerschulen statt.

Im Sommer 2014 treffen sich die Schüler und Lehrer in Wittmund zum praktischen Teil der Projektarbeit. 'dann erwarten wir 150 bis 180 Gäste', sagt Lotz-Arkenau. Verschiedene Institutionen und Anlagen (das Klärwerk, Gesundheitsamt, die Wasserversorgung auf den Inseln Langeoog/Spiekeroog) werden besucht, Interviews durchgeführt und spezielle Analyseverfahren des Wassers (biologisch, chemisch und physikalisch) erprobt.

Alle beteiligten Schulen berichten regelmäßig auf ihrer Schulhomepage über ihre Ergebnisse, Erfahrungen und Schwierigkeiten und stellen weitere Fragen. Damit können sich die Schüler gegenseitig unterstützen.

Bei der Abschlussveranstaltung in Oude Pekela (Niederlande) berichten die abgeordneten Jugendlichen der Partnerschulen über den Stand der EU-Richtlinien und deren gesetzliche Verankerung in der Trinkwasserverordnung der Mitgliedstaaten mit konkretem Rückbezug auf die regionalen Besonderheiten und Schwierigkeiten. Sie präsentieren anschauliche Ergebnisse und führen die Projektberichte zu einem gemeinsamen Abschlussbericht zusammen. Außerdem wird ein Film zu dem Projektverlauf gedreht, der mit nach Brüssel gesendet wird.

www.committee-europe.es