WITTMUND - Die Stadt Wittmund wird die Trägerschaft für die neue Kindertagesstätte (kita) im Wohngebiet Jann-Berghaus-Straße in eigener Hand behalten. Der Kinderschutzbund Wittmund (KiWi) soll den Betrieb mit organisieren. So steht es im Beschluss, der am Dienstag mit großer Mehrheit den Stadtrat passierte.
Damit ist der KiWi mit seinem Ziel gescheitert, die Trägerschaft komplett selbst zu übernehmen. In der Einwohnerfragestunde appellierte Kathrin Harbers, pädagogische Leiterin des KiWi, noch einmal an die Ratspolitiker: 'Wir haben viel Energie in das Konzept gesteckt. Trägerschaft und Konzeption können nicht getrennt werden.' Bürgermeister Rolf Claußen kündigte an, dass der Kinderschutzbund die konzeptionelle Arbeit bestimmen und auch beim Personal das letzte Wort haben werde.
Die administrativen Aufgaben, vor allem die finanzielle Verantwortung, müsse aber bei der Stadt bleiben. Claußen: 'Außerdem sollen alle Mitarbeiter der neuen Kita mit unter das Dach der Stadt Wittmund. Wir wollen keine Mitarbeiter erster und zweiter Klasse.' CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Gronewold erinnerte an das gemeinsame Ziel: 'Wir wollen ein gutes Angebot für die Kleinkinder schaffen und sollten jetzt gemeinsam marschieren.' Gemeinsam müsse man nun ein vernünftiges Modell umsetzen. Sein SPD-Pendant Jens Multhaupt wie auch Christiane Lux-Hartig (Grüne) hoben hervor, dass die neue Kita von Stadt und KiWi gemeinsam betrieben werde. Lux-Hartig: 'Der Kinderschutzbund behält die inhaltliche Konzeption in der Hand. Er sollte jetzt nicht blockieren. Die Arbeitsplätze müssen abgesichert sein.' Dagegen wollten die beiden CDU-Ratsherren Hartwig und Henning Janssen die Trägerschaft dem KiWi überlassen. 'Er macht gute Arbeit, warum sollte das nicht funktionieren?'
Damit standen sie aber allein. Gegen ihre Stimmen und eine Enthaltung (Olga Magunia, CDU) stimmte der Rat dafür, dass die Trägerschaft bei der Stadt bleibt. Gemeinsam mit dem KiWi und dem Spielkreis Maikäfer soll nun eine Kooperationsvereinbarung geschlossen werden.
