WITTMUND - Zu einer besinnlichen Adventsfeier traf sich das 'Interkulturelle Frauencafé' im Wittmunder AWO-Haus. Bei Kerzenschein unterhielten sich die Frauen über die Bedeutung der Adventszeit und die Entstehung des Adventskranzes.

Teilgenommen haben auch die Mütter aus dem AWO-Projekt 'Familien stärken und stützen'. Sie nutzen gerne diesen monatlichen Treff, um mit weiteren Familien – auch aus dem angrenzenden Landkreis Aurich – ins Gespräch zu kommen und Bekanntschaften zu pflegen. Interessant fanden die Frauen, dass es den Adventskranz noch gar nicht so lange gibt – erst seit 1839 – und, dass der Kranz ursprünglich ein Holzrad war. 'Wir versuchen bei unseren Treffen immer, gut und anschaulich verpackt kurze Informationen über die deutsche Gesellschaft, religiöse Details oder kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten an die Teilnehmerinnen weiterzugeben', so AWO-Kreisvorsitzende Leonore Determann.

Den Termin des Treffens, den Tag der Menschenrechte, nahmen die Teilnehmerinnen zum Anlass, ihre Wünsche für die Zukunft zu sammeln. 'Viele Familien wurden bei ihrer Flucht aus den Heimatländern auseinander gerissen und die Kontakte sind oft nur über das Internet oder per Brief möglich', so Christiane Lux-Hartig, Integrationsberaterin bei der AWO und Projektleiterin von 'Familien stärken und stützen'. Auch müssen viele Barrieren in der neuen Heimat genommen werden, eine besonders große Herausforderung stellt für viele das Erlernen der deutschen Sprache dar – nicht alle Flüchtlinge oder auch anderweitig Zugewanderte haben den Anspruch auf einen kostenlosen Deutschkurs.

Die Wünsche an die Politik wurden vervollständigt durch andere Träume, wie eine Reise nach Portugal oder der Vorstellung, ins Paradies kommen zu wollen. Das Treffen nahm einen herzlichen und gemütlichen Ausgang.

Wer nähere Informationen über das 'Interkulturelle Frauencafé' oder das AWO Projekt 'Familien stärken und stützen' haben möchte, kann sich unter der Telefonnummer 04462 / 942413 bei Christiane Lux-Hartig informieren.