WITTMUND/WILHELMSHAVEN - Die SPD-Abgeordnete Karin Evers-Meyer hat für ihre Partei den Wahlkreis 26, Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund, gewonnen. Dank ihrer hohen Sympathiewerte hat die Neuenburgerin ihren CDU-Kontrahenten Hans-Werner Kammer hinter sich gelassen. Der konnte allerdings bis auf 4,5 Prozent herankommen. Bei den Zweitstimmen zeigt sich allerdings die Kraft der CDU deutlich: Mit 38,38 Prozent liegt sie zwei Prozent vor der SPD. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2009 hat sich hier das Blatt also gewendet und die CDU hat allen Grund zu feiern – zumal Hans-Werner Kammer über die Landesliste in den neuen Bundestag einziehen wird.

Niederschmetternd ist der Wahlausgang für die FDP – sie ist auch im Wahlkreis 26 nur noch unter ferner liefen zu finden. Folgerichtig spricht Wittmunds FDP-Kreisvorsitzender Helge Franzisky von einer Katastrophe für seine Partei.

Unzufrieden ist Alexander von Fintel (Grüne), der seiner Partei gestern Abend 'katastrophale Anfängerfehler' in der Bundesspitze vorwarf.

Für Karin Evers-Meyer hingegen geht die politische Arbeit in Berlin weiter. 'Ich freue mich riesig', so die Abgeordnete in einer ersten Reaktion. Mit ihrer Parteispitze geht sie kritisch ins Gericht: 'Wir müssen hinterfragen, ob wir richtig aufgestellt waren.' In die nächste Legislatur-Periode geht Evers-Meyer selbstbewusst: 'Ich habe eines der besten Ergebnisse für die SPD im Nordwesten geholt.'

Recht zufrieden zeigte sich die Linke, die bei Erst- und Zweitstimmen um die fünf Prozent holte.