WITTMUND - Die Energiegenossenschaft Wittmund (EG) stellt sich für die Zukunft auf. In der Generalversammlung am Dienstag im Schützehof sagte Geschäftsführer Dr. Simon Habben: 'Wir können unser Kerngebiet zwar nicht erweitern – aber wir können uns mehr und mehr unabhängig machen.' Als Ziel strebe die EG eine energieautarke Stadt Wittmund an.
Das ist noch Zukunftsmusik – aber die Weichen will die EG in den kommenden Jahren stellen. Dr. Habben zeigte eine Karte der Stadt – umgeben von einem 'Ring' mit Windparks, Biogasanlagen, Photovoltaik und Blockheizkraftwerken. Habben: 'Wir müssen auf regenerative Energien setzen – denn die fossilen Energien zerstören die Stabilität'.
Die EG hat im vorigen Jahr einen neuen Windpark mit sechs Anlagen in Betrieb genommen. Die Anwohner können sich über eine Bürgergenossenschaft beteiligen. Das Verfahren soll Ende des Jahres abgeschlossen werden.
Bürgermeister Rolf Claußen lobte dieses Verfahren – es sei transparent und ermögliche eine breite Bürgerbeteiligung.
Claußen griff die Idee von der energieautarken Stadt auf: 'Es ist sehr gut, dass sich die EG weiterentwickelt und zukunftsorientiert aufstellt.'
