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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

BAUGENEHMIGUNG: Wintergärten – reine Formsache

22.03.2022

Viele Hausbesitzer träumen vom naturnahen Wohnen. Bestens dafür geeignet ist ein Wintergarten. Mit seinen Glasfronten bietet er einen Blick ins Grüne sowie Schutz bei jedem Wetter. Nach Angaben des Vereins Bundesverband Wintergarten werden in Deutschland seit Jahrzehnten jährlich um die 40.000 Wintergärten gebaut. Ein Ende ist dabei nicht abzusehen. Doch bevor das eigene Haus um solch eine Wohlfühloase erweitert wird, muss man einiges beachten.

Baugenehmigung einholen

Es gibt für jeden Geschmack das passende Wintergartensystem. Dieses sollte aber im Vorfeld genauestens geplant sein, damit der Rückzugsort nicht nur den optischen Wünschen des Bauherrn entspricht, sondern auch Details wie Standort, Nutzen und bauliche Elemente Berücksichtigung finden. Allem voran steht die Frage: Darf ich überhaupt einen Wintergarten ans Haus anbauen? Denn Wintergärten sind in den meisten Bundesländern genehmigungspflichtig.

Wie sieht es in Niedersachsen aus? „Öffentlich-rechtlich sind bauplanungsrechtliche und bauordnungsrechtliche Vorschriften zu beachten“, heißt es vonseiten des Kundenzentrums Bau der Stadt Oldenburg. Bei Fragen zu den bauplanungsrechtlichen Vorgaben empfehlen die Experten, in Erfahrung zu bringen, ob es einen Bebauungsplan gibt, dessen Festsetzungen zur Bebaubarkeit von Grundstücken zu beachten ist. Bürger können die Bebauungspläne teilweise über das Internet einsehen. Fragen hierzu und zu Vorgaben – soweit es keinen Bebauungsplan gibt – sind mit der jeweiligen Bauaufsichtsbehörde zu klären.

Bebauungsplan bildet Grundlage

Dabei gibt es auch regionale Unterschiede. „Zu den bauordnungsrechtlichen Vorschriften, die in den verschiedenen Bundesländern voneinander abweichen, gehören zum Beispiel die jeweilige Regelung zur Baugenehmigungspflicht und auch zu den zu Nachbargrundstücken einzuhaltenden Grenzabständen“, erklärt das Kundenzentrum Bau.

Grundlage sei immer der konkrete Bebauungsplan. Dieser könne verschiedene Regelungen enthalten, die man beachten muss. „Bei der Frage nach der Genehmigungspflicht kommt es in der Regel darauf an, ob es sich um einen Aufenthaltsraum handelt“, so das Kundenzentrum Bau der Stadt Oldenburg. Der Begriff des Aufenthaltsraumes sei im Baurecht definiert.

Terrasse und Gewächshaus

Doch nicht nur bei Wintergärten, auch bei Terrassen mit vollflächigem Windschutz gibt es rechtliche Besonderheiten, die im besten Fall mit dem Bauamt geklärt werden sollten. „Bei einer baulichen Anlage wie Terrasse ist zu unterscheiden, ob es sich um eine ebenerdig befestigte Fläche, eine Terrassenüberdachung oder eine mit Bauteilen geschlossene Terrasse handelt, die dadurch zum Wintergarten oder Sommergarten geworden ist“, erklärt das Kundenzentrum Bau. Bei Gewächshäusern gebe es ebenfalls Regelungen, die die Genehmigungspflicht betreffen.

Grundsätzlich gilt: Wer bauliche Veränderungen plant, ist gut beraten, sich vorab bei der zuständigen Baubehörde zu erkundigen, welche Möglichkeiten auf dem eigenen Grundstück überhaupt möglich sind. Dann kann auch der Traum vom naturnahen Wohnen Wirklichkeit werden.


     https://www.oldenburg.de/startseite/leben-umwelt/ 
  planen-bauen/ 
  kundenzentrum-bau.html 
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