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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Grundriss: Ein Haus mit Perspektive

30.05.2020

Bad Honnef /Schwäbisch Hall Damit ein Haus die Basis für ein harmonisches Zusammenleben bilden kann, sollten in seine Planung die eigene Lebenssituation, Vorlieben, Wohnrituale, Platz- und Rückzugsbedarf einzelner Bewohner einfließen, sagt Dr. Mathias Schäfer, Geschäftsführer des Fertighausherstellers Fingerhaus. Viele Platzprobleme ließen sich über einen geschickten Zuschnitt der Räume lösen.

Unten wohnen, oben schlafen – so sieht der klassische Aufteilung eines Einfamilienhauses aus. Viele Bauherren entscheiden sich heute im Erdgeschoss für einen offenen Grundriss, beobachtet der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Dieser Koch-Ess-Wohnbereich mache mit meist etwa 50 Quadratmetern den Löwenanteil des Hauses aus. Wer es nicht immer offen mag, kann eine Tür oder Schiebetür zwischen Koch- und Wohnbereich platzieren.

In einem großzügigen Eingangsbereich Stauraumlösungen für Garderobe Schuhe und Taschen vorzusehen, rät Schäfer. Und nahe der Küche sollte ein Vorrats- oder Hauswirtschaftsraum eingeplant werden. Außerdem müssten Bauherren genügend Platz für Haustechnik und Verkehrswege wie Flur und Treppe berücksichtigen, erklärt BDF-Sprecher Christoph Wind­scheif.

Im Obergeschoss können Dachschrägen eventuell die Flächennutzung einschränken. Doch auf jeden Fall seien gut zwölf Quadratmeter und eine freie, raumhohe Wand mit über drei Metern Länge für den Kleiderschrank im Schlafzimmer sinnvoll, meint Windscheif. Alternativen sind eine Ankleide oder ein begehbarer Kleiderschrank. Im Kinderzimmer darf es ruhig auch etwas mehr Fläche zum Spielen sein. Für andere Familienmitglieder können eine Leseecke oder ein Hobby- und Fitnessraum Rückzugsmöglichkeiten sein. Ein geräumiges Badezimmer passt laut Wind­scheif auf zehn Quadratmeter.

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Kurze, barrierefreie Wege bieten die besten Chancen, sich bis ins hohe Alter wohlzufühlen. Das sollte auch bei Anordnung und Auswahl von Fenstern und Türen berücksichtigt werden – und natürlich, dass genügend Tageslicht hereinkommt.

„Gleichwohl sollten Bauherren bedenken, dass sie Stellfläche für Möbel vor fensterlosen Wänden brauchen“, gibt Windscheif zu bedenken. Nischen für Einbaumöbel ebenfalls schon beim Grundriss vorzusehen, empfiehlt Schäfer. Schalter, Steckdosen und Thermostate sinnvoll, praktikabel und nicht störend anzuordnen, gehört ebenfalls zur umsichtigen Planung.

Offene Küchen werden von geselligen Menschen ge- schätzt. BILD: djd/TopaTeam/Nobilia
Liegt die Treppe seitlich, sind die Etagen getrennt erreichbar. BILD: epr/BetonBild

Für spätere Jahre Verschiedene Möglichkeiten offenhalten

Um Barrierefreiheit zu garantieren, sollte das Gäste-WC im Erdgeschoss mit mindestens vier Quadratmetern so geplant werden, dass später eine Dusche mit Hilfen eingebaut werden kann, erklärt Architekt Sven Hau­stein von der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Außerdem sollte sich die Tür nach außen öffnen lassen.

Stufen- und schwellenlose Zugänge zum Haus, zur Terrasse oder zum Balkon kosten oft nicht mehr, garantieren aber in allen Lebensphasen Mobilität im eigenen Zuhause, so Haustein. Türen mit einer Mindestbreite von 90 Zentimetern entsprächen durchaus auch modernen Bautrends. Griffe und Schalter in einer Höhe von 85 Zentimetern passten sowohl für Rollstuhlfahrer als auch für Kinder.

Das Erdgeschoss als einzige Wohnebene zu nutzen, kann eine Perspektive fürs Alter sein. Ein separater Raum, der in jungen Jahren den Kindern als Spielzimmer, den Eltern als Arbeitszimmer oder der ganzen Familie als Gästezimmer dient, kann dann zum Schlafzimmer umfunktioniert werden, rät Haustein.

Eine Einliegerwohnung im Obergeschoss lässt sich bei Bedarf ohne riesigen finanziellen Aufwand abteilen, wenn die Treppe von Anfang an nicht mittig, sondern seitlich eingebaut wird, erklärt Andreas May vom Bauherren-Schutzbund. Auf diese Weise sind Erdgeschoss und Obergeschoss getrennt erreichbar.

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